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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Valeman« 997

Seiten mit langen, rabenkieldicken und dünnern, schlanken, zähen, mitkleinen haarigen Jaserchen besetztem Fasern umgeben. Die an feuchtenOrten gesammelten sind dicker, weniger haarig, holzig, zerbrechlich,auswendig aschfarbenbrann oder braungelb, inwendig dunkelfarbiger, zu-weilen fast schwarz, oft hohl in der MUte, riechen unangenehmer, sindvon schärferem, aber nicht gewürzhastem Geschmacke und nicht so wirksam.

Die Wurzeln der V-Usrisiis (Hapne lil. zz.) sblsstix Valsrisusemssori?) zeichnen sich aus durch ihren daumens- und fingersdicken längli-chen, ringartig runzligen, knotigen, äußerlich aschgrauen oder bläulich-grauen, innerlich weißlichen, mit sehr langen, dickern und blassemFasern überall besetzten Wurzelkopf, durch den minder scharfen aberunangenehmen bittern Geschmack, und durch einen dem kleinen Baldri-an zwar ähnlichen aber unangenehmen Geruch. Die Wurzeln der Valc.rians üioics (Hayne III. 31.) sind viel dünnfasriger, sehen weißer aus,und sind viel weniger kräftig an Gerüche und an Geschmacke.

Nach Hm. Pros. Hoppe werden auf dem Fichtelgsbirge betrügeri-scherweise die Wurzeln verschiedener Ranunkelarten untergemischt, jaHr. Hoppe fand unter zo Pfunden nur z Pfund wirklichen Baldrian.Die Ranunkclwurzeln (von Itsnunculur pol^snilieinoi, repens undIrulboiur) bestehen aus mehr oder weniger ins Weißliche fallenden, ein-fachen, geruchlosen, rabenkieldicken Fasern, die durch ihre obere Verei-nigung eine Art Knollen zu bilden scheinen.

Die Katzen lieben den Geruch des Baldrians sehr, wälzen sich aufden zu trocknenden Wurzeln und verunreinigen sie, daher man dieseWurzel beim Trocknen sehr dagegen zu hüten hat.

Trommsdorff (I. d. Ph. XVHk. i. S. 3.) erhielt aus 12Pfunden der getrockneten Wurzel s Unzen ätherisches Oel, die größteMenge, welche Trommsdorff je erhielt; gewöhnlich ist die Ausbeu-te geringer. (Hagen erhielt aus iz Pfunden Wurzel 3 Loth QQuentchen Oel; Gehlen aus 45 Pfunden 9 Unzen 7 Scrupe! Oel.)

Der aus 16 Unzen der frischen Wurzel mit Ansatz von destillirtemWasser ausgepreßte Saft war sehr trübe, von schmutzig duukelgrauerFarbe und setzte beim ruhigen Stehen ein weißliches Sahmehl ab, das2 Quentchen betrug. Es besaß einen durchdringenden Geruch und ganzden Geschmack der Wurzel. Der klar filtrirke Saft wurde von vrydulir-tem salzs. Zinn, orydulirtem salpeters. Quecksilber, essigs. Blei undsalpeters. Blei reichlich niedergeschlagen; auch Brechweinstein gab einenziemlichen grünlichweißen Niederschlag, der sich nicht wieder in Salpe-tersäure, sehr leicht aber in Salzsäure auflöste. Grünes schwefelst Ei-sen brachte keine Farbenänderung darin hervor, rothe Eisenauflösungveränderte die Farbe ins Grüne. Hansenblase trübte den Saft nicht.Gallussäure brachte erst nach einiger Zeit eine leichte Trübung hervcr.

Abgeraucht wurde ein gelbschwarzes Ertract erhalten, das sich vollkom-men in Wasser auflöste, auch von gewöhnlichem Alkohol nach einiger Zeit