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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Vvrbsscuin

»vor

Wrlisrcum l'Iiüpru! l^Inn. Die Wurzel ist stark, holzig und faserig.Der Stengel ist gerade, aufrecht, einfach, stielrund, von den ganz Hinab-laufenden Blattstielen und Blättern geflügelt, dicht-filzig, 2 —6 Fuß hoch.Die Blatter flach gekerbt, etwas runzlig, auf beiden Seiten filzig, mehrjedoch auf der untern, und daselbst mir einem hoch aufliegenden Adernetzedurchzogen, die am Grunde stehenden Blätter ; — 1 Fuß lang, lancettfvr-mig oder länglich-lancettförmig, stumpf oder spitzlich, gestielt, in den Blatt-stiel verschmälert; die untern steugelständigen kürzer gestielt, mit schmalenRändern herablaufend; die weiter folgenden länglich-lancettförmig, sitzend,spitz oder kurz zugespitzt, und wie die übrigen alle mit breiten Flügeln amStengel herabziehend; die obersten kürzer, darum eiförmig, länger zugespitzt.Die ährenförmige Traube; — 1 Fuß lang, einfach, gedrungen, am Grundejedoch oft unterbrochen, nach dem Verblühen verlängert. Die Blüthen zu3 — 4 in Büscheln, auch einzeln. Die Blüthenstiele zur Blüthezeit sehrkurz, und auch bei der Frucht noch um das Doppelte oder Dreifache kürzerals der Kelch. Dieser groß, 3 Linien lang, bei der Frucht fast 6 Linien,die Zipfel lancettformig, zugespitzt. Die Blume mehr trichter- als radför-mig, nicht doppelt so lang, als der Kelch, oft kaum ein Drittel länger,bis zur Hälfte fünfsvaltig, die Lappen länglich verkehrt-eirund, aufrechtabstehend, die Röhre dick. Die Staubfäden gelb, zwei von unten bis oben,einer von der Mitte bis aus Ende, mit weißer Wolle besetzt, die übrigenzwei kahl, oder mit einigen zerstreuten Härchen angeflogen. Die Staub-kölbchen der beiden längern Träger etwas größer, aber nach dem Verblühennicht sehr in die Länge gezogen. Der Blumenstaub safrangelb.

Verl>Ä5oum ll>sp!i5or,no 8olirack. Der vorhergehenden Art beim er-sten Anblick sehr ähnlich, aber durch die schönen großen Blumen , welche1 — izZoll im Durchmesser haben, sogleich zu erkennen. Die Blumeder vorhergehenden Art hat nur z Zoll im Durchmesser. Die Pflanzeist ferner meist niedriger, die Blätter breiter, elliptischer, deutlicherund spitzer gekerbt und mehr zugespitzt. Die Blüthenstiele sind etwaslänger, jedoch zur Blüthezeit kürzer als der Kelch, die der Frucht aberetwas länger, als derselbe. Die Kelchzipfel eiförmig, zugespitzt, die großenBlumen flach ausgebreitet, die Zipfel breit und rundlich. DieKölbchen derlängern Träger nach dem Ausleeren des Blüthenstaubes noch einmal so laug,als bieder übrigen. Die zwei längeren Träger sind ebenfalls kahl, odernur an der Spitze mit einem schwachen Büschel von Haaren besetzt.

Die Pflanze erscheint auch mit höherem Stengel zu 4 Fuß und drü-ber; mit mehreren Aesten, mit dichterm und dünnem Filze, mit obernBlättern, welche sich in eine lange Spitze verlausen. Das großblumigeWollkraut kommt in unserer Gegend häufiger vor, als V. TKaprus T.

Veriraiciim nigrum ttinn. Schweißiges Wollkraut, hat gestielte, ge-kerbte, oben dunkelgrüne, ziemlich kahle, unten fein filzige Blätter; die un-tern sind länglich-eiförmig, am Grunde herzförmig, langgestielt, die ober-sten länglich-eiförmig, fast sitzend, die Traube aus mehrblüthigen, etwas