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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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1002 ' Veronica

entfernten Büscheln gebildet, die Mittelkraube stets auffallend stärker.Die Blume gelb, gewöhnlich vor dem Schlunde mit fünf braunen drei-eckigen Fleckchen, und einem Kreise solcher im Schlunde. Die Staub-gefäße safrangelb, die Wolle violett. Hiernach ist diese abweichende Artsehr leicht zu unterscheiden.

(Vergl, die Beschreibungen von Verblaun, Bllspru, u. a, A. honDierbach in Geiger's Magazin 1827. August. S. 97.)

Die offfeinellen b°tore5 Verb-crci werden von Verhardum Hispzurund lhaprikornw, oder auch von V. schloinoiäer und einigen verwand-ten Arten gesammelt.

Die Wollkrautblumen haben frisch einen etwas betäubenden, ge-trocknet einen angenehmen Geruch, und geben mit Wasser destillirt ein»ach Rosen (nach Andern nach Veilchen) riechendes Wasser, auf wel-chem Häutchen eines butterartigen Oeles bemerkt sind. Der wäßrig?Aufguß ist etwas schleimig-süßlich pon Geschmacke, und wird durchschlvesels, Eisen nur schwach vlivengrün gefärbt. Mit den andern Me-kallsalzen zeigt er die vom Schleimzucker abhängenden Reactionen. Gall-äpfeltinctur trübt ihn nicht; Zinnchlorür wird davon etwas opalisirend.

Nach einer Analyse von Morin (Berl. Jahrh. XXVIll. r. S.so.; Geiger's Magazin 1826, Oktober. S. 71.) enthalten die Woll-krantblumen: ein gelbliches flüchtiges Oel; eine saure, grüne, fette Ma-terie, in Aether, Alkohol, in den fetten und flüchtigen Oelen leicht anf-liSlich, mit der Oelsäure übereinstimmend; freie Aepfel - und Phos-phvrsäure; essigs. Kali; unkrystallisirbaren Zucker; Gummi; Waiizen-grün; einen harzigen gelben Farbestoff, der in kaltem Wasser wenig, inkochendem viel mehr aufföslich ist, woraus sich jedoch beim Erkalten einTheil wieder abscheidet, in Alkohol auflöslich, fast geschmacklos, nurbeim Kauen eine schwache Bitterkeit entwickelnd, wobei der Speichelgelb gefärbt erscheint, und einige Mineralsalze.

Die Wolikrankblätter haben im frischen Zustande einen schwach betäu-benden, getrocknet einen angenehmen Geruch, frisch einen schwach rektig-artigen, bitterlichen, getrocknet einen etwas ranzigen schleimigen Geschmack.

Die Blumen verlieren sehr bald ihr? schone gelbe Farbe, und müs-sen , wenn sie dieselbe behalten sollen, sehr schnell getrocknet und in festverschlossenen Gläsern aufbewahrt werden. Sie werden, so wie dieBlätter, als schleimige, erweichende Mittel im Aufgüsse gegeben; derAufguß der Blumen muß durch ein seines Seihetuch gegossen werden,um die kleinen Haare von den Staubfäden davon zu trennen, welchedurch mechanische Reizung des Schlundes Husten erregen würden.

Vei-onios. Das Kraut. Ehrenpreis.

Veronioa otlioinalis ch,inn. Eine ausdauernde Pflanze

Deutschlands.

Das blühende, bitterliche Kraut, mit gestrecktem Stengel,