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Blätter. Dir ziemlich kleinen, weißen oder gelblichen, wohlriechendenBlumen stehen in kleinen gestielten Dolden, die aus den Blattwinkeln,besonders den obern, hervorkommen. Der Kelch ist einblättrig. DieBlnmenkrone ist einblättrig, radförmig, in 5 Lappen getheilt. Früchte:kahle, gestreifte, längliche, sehr lang zugespitzte, einfachrige Balgkapseln;die eiförmigen, ringsum geflügelten, mit Haarwolle gekrönten Saame»i» 2 Reihen, auf einem linieuförmigen, an beiden Rändern gezähntenSaamenträger.
Die Blüthezeik ist Mai bis Juli.
Die Wurzel, welche im Frühjahr eingesammelt werden muß, hatfrisch einen starken, widrigen, haselwurzartigen, getrocknet einen kaummerklichen Geruch, und einen süßlichen, nachher bitterlichen und etwasscharfen Geschmack.
Feneulle (Geiger's Magazin. October 1825. S- 76.) suchte beider unternommenen Analyse dieser Wurzel Emettn abzuscheiden, daauch in L^nanclium Ipecacuanha (weiße Ipecacuanha) von Pelletiereine Substanz gewonnen worden war, die für Emetin gehalten, späterjedoch für eine Verbindung einer andern Substanz mit einer Säureerkannt worden war. Feneulle erhielt eine nicht krystallisirbare,bittere, blaßgelbe, an der Luft feucht werdende, in Wasser, Weingeistund Aetherweingeist auflösliche, nicht alkalische Substanz, die in Gabenvon 3 Gran Uebelbefinden, Ekel und Erbrechen erregte, von dem Eme-tin aber verschieden war; ferner eine Art Harz; Schleim; Satzmehl;fettes Oel von beinahe wachsartiger Cousistenz; flüchtiges Oel; Gallerte(Vraconnot's 2 lcicke pectiguei; Faserstoff; äpfelst Kali und Kalk,Kieselerde, vrals. Kalk und andere Mineralsalze. Aus den eingeäscher-ten Wurzeln erhielt er: salzs. Kali; schwefelst Kali Spuren; schwefelst,halbphoSphorf. Kalk und Kieselerde.
Die Abkochung dieser vielleicht mit Unrecht ganz außer Gebrauchgekommenen Wurzel bewirkt Erbrechen, in kleineren Gaben soll sieschweiß - und harntreibend seyn.
Vinum 6aH!oum. Der Spiritus. Franzhkamrtweiu.
Wird durch Destillation aus französischen Weinen und ausden der weinigen Gährung unterworfenen Weintrestern bc-reitet.
Eine gelbliche, aus Alkohol, Wasser und irgend einem eige-nen ätherischen Principe bestehende Flüssigkeit. Spec. Gew. —0,940 — gäO.
Vinum Ostticum. Der stärkere Spiritus. Sprit.
Wird durch vorsichtiger als bei der vorhergehenden ange-stellte Destillation aus französischen Weinen bereitet.