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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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1006
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Eine farblose, vorzüglich aus Alkohol und Wasser bestehende

Flüssigkeit. Spec. Geiv. — o,87Z — o, 88 S.

Vinum kaUIeui» album. Weißet Franzweia.Vinuor 6s11ioum rubrum. Rother Frstnzwcin.

Hispanieum S6U Ns1sL6N86. Spssllischcr oderMalagawein.

Vinnm Mienanum. Rheinwein.

Viril vinikera l.i»u. Der gemeine Weinstock.

Abbild. Hapne x. 40. Düsseld. Samml. Xl. 4. 5.

8^!t. lSLUill. LI. V. Orcl. 1. kentanckkia lVIonog^nia.

Orck. natursl. Vinikerae.

Der Weinstock ist ursprünglich in Asten, am kaspischen Meere, in Ar-menien und Karamanien einheimisch, von wo er zuerst nach Griechenlandund Italien und von da in die übrigen benachbarten Länder Europas ver-pflanzt wurde. Nach Frankreich haben ihn, wie man glaubt, die Phöniciergebracht, als sie in der Nähe von Marseille Colonien gegründet hatten.

Der strauchartige, holzige und rankende Stengel erreicht, wenn ersich selbst überlassen bleibt, eine bedeutende Höhe; er ist ästig, rund,glatt und an den Knoten verdickt; die Rinde ist an dem jüngern Holzegelblichbrau» und gestreift, an dem ältern löst sich die graue Epider-mis in Längsstreifen ab, und die Rinde erscheint rissig aufgesprungen.Die Blätter stehen abwechselnd, sind herzförmig dreilapxig, am Randeungleich und stumpf gezähnt, oberhalb glatt, unten netzförmig geädert.Die Blattstiele am Grunde verdickt, gestreift, kahl. Den Blattern ge-genüber entspringt eine lange ästige, glatte Ranke; in den Winkelneine eiförmige, spitze Knospe. Die kleinen grünlichen Blüthen bildeneine aufrechte, sparrige, ästig zusammengesetzte Traube. Der Kelch istsehr klein, die süufblätkrige Krone, deren Blättchen an der Spitze ver-wachsen sind, löst sich mit dem Grunde der Blumenblättchen mützen-förmig ab, und zeigt dann die geraden, pfriemförmigen Staubfäden,und den eiförmigen obern Fruchtknoten, der sich zu einer meist zwei-saamigen sehr saftigen Beere entwickelt. Die Säumen birnförmig undetwas zusammengedrückt.

Von dieser herrlichen Pflanze kommen zahlreiche durch die Cultur ent-standene Spielarten vor, die sich theils durch die abweichende Form derBlatter, besonders aber durch die Gestalt, Größe, Farbe und den Geschmackder Früchte unterscheiden. Bei den weißen Trauben erscheinen viele Nuan-ren von Grün und Goldgelb, bei den rothen von rother, violetter und dun-kelblauer Farbe. Auch ihre Gestalt und Große ist sehr veränderlich, »e