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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Vinum

geführten Versuch Gav-Lnssac's, bei weichem in einem ohne Zutritt derLust ausgepreßten Traubensafte durch die Poldrähte einer Galvanischen Säuledie Gahrung hervorgerufen wurde, als für diese Ansicht beweisend niäst an-sehen können, indem hier der am positiven Pole ausgeschiedene Sauerstoffwirkte. Aus einer weingährenden Flüssigkeit say Göbel (Schw. N. AX. S. 257.) das durch eine in dem Spunde des Fasses befestigte, mit Mostangefüllte, 56 Zoll lange Glasröhre entweichende kohlensaure Gas einenphosphorischen Schein verbreiten, wobei das Licht der Gasblasen beim Auf-steigen immer schwächer wurde, und endlich ganz erlosch, so wie die Gas-blasen mit der Lust in Berührung kamen. Schweigger suchte in Folgedieser Beobachtung eine Analogie zwischen dem Gährungs- und dem elektri-schen Processe darzuthun, so daß also auch das bemerkte Leuchten der ent-weichenden Kohlensäure als ein elektrisches Leuchten anzusehen sep. Nochmehr ist diese Ansicht gefordert worden durch die wulstigen Versuche desHerrn Dr. Kti l ln (Ueber das Wesen und die Erscheinungen des KalvaniS-mus. 1825.), da es durch besondere Anordnung der zum Gährungsproceßerfoderlichen Substanzen gelang, wirklich elektrische Erscheinungen hervor-zurufen. Wenn wir nun überhaupt die chemischen Erscheinungen als dieErfolge elektrischer Kräfte ansehen, so werden wir auch den Gäbrungspro-ceß hievon nicht ausschließen können, indessen können wir bis jetzt nicht ein-sehen, wie die Elektricität durch das Ferment hervorgerufen werde, und wiesie sich da wirksam zeigen könne, wo die Flüssigkeit, die Zuckerauflö-sung, die festen Lheilchen auf allen Seiten umgiebt.

Der weiße Franzwein hateineweißgelbliche, lichtgelbe oder gelbe Farbe,einen geistigen belebenden Geruch, und einen süß-säuerlichen, angeneh-men Geschmack. Er muß nicht die Zahne stumpfen, und bei gelindemFeuer so lange abgedampft, bis alles Geistige verflogen ist- muß ereinen etwas säuerlich und herbe schmeckenden Rückstand lassen.

Der rothe Franzweiu hat einen angenehm herben- etwas zusam-menziehenden Geschmack.

Der Malagawein hat eine gesättigt gelbrothe Farbe- und einen gei-stigen, süßen, hinkennach kaum etwas bitterlichen Geschmack. DieserWein ist häufig nachgekünstelt aus gewöhnlichem Wein, Rosinen rc.

Der Rheinwein bat einen etwas säuerlichen Geschmack und eigenthüm-lichen, lieblichen, nach den verschiedenen Sorten verschiedenen Geruch.

Der Alkoholgehalt ist in den verschiedenen Weinen verschieden, von9 bis 26 Procent. '

Alle Weine bestehen aus Wasser, Alkohol, Schleim, einer vegeta-bilisch-animalischen Materie, Essigsäure, saurem weinst Kali, weinstKalke, schwefelst Kali, salzs. Natron und aus einer Spur Gerbestoff,Ertractivstoff, zu welchen Bestandtheilen bei den rothen Weinen nochein in Alkohol auflöslicher Farbestoff kommt.

Ein geringer Essiggehalt, wenn gleich nicht wesentlich zum Bestehendes Weins, findet sich wohl jederzeit, indem ein kleiner Theil Alkohol durch