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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Wintei'anus

man, nachdem sie sich in der Siedpfanne durch ruhiges Stehen geklärtbat, noch heiß in hölzerne Bottiche ab, wo sie beim gänzlichen Erkaltenkrystallisirt. Die Krystalle bringt man in einem kupfernen Kessel inden Wafferfluß, nimmt den Schaum mittelst eines Haarsiebes ab,schöpft die Flüssigkeit dann in hölzerne Tröge, läßt sie hier unter fort-währendem Umrühren erkalten, und preßt die griesige Salzmaffe in höl-zerne Kasten oder konische Formen, in denen sie zu einer weißen, fe-sten , dem Hutzucker ähnlichen Masse zusammenbackt. 'Der eisenhaltigeZinkvitriol wird an der Luft gelb, der kupferhalrige bläulich.

Du Menil hat den käuflichen goslarischen Zinkvitriol untersucht,und ihn in 100 zusammengesetzt gefunden aus 59,50 Zinkvitriol, 16,82Eisenvitriol, 5,26 Manganvitrivl und 1,12 Kupfervitriol. Der Verlustvon 18,5 besteht größtentheils aus Wasser, da der Zinkvitriol, so wieer im Handel vorkommt, also nicht vollkommen trocken, zur Untersu-chung angewendet wurde.

**Wintei'anlis. Die Rinde. Ainter'sche Rinde.

Vrz-Mi5 Winter, korst. Winter's Rindenbaum.

SyNVN. Winters »romalios llnn.

§yst. loxosl. Ll. Xlll, Orck. 7. kol^anckris kol^gz-nia.

Orfl. nslursl. lVIsgnoliaooso.

Dieser Baum ist in den sonnigen Thälern des südlichen Amerikas, beider Magellanischen Meerenge, wo er zuerst 1577 von dem Capitain W i n-ter entdeckt wurde, nach v. Martins auch in Brasilien einheimisch.

Der Stamm ist in Hinsicht der Größe sehr verschieden, so daß er von6 — 46 Fuß Höhe vorkommt; er ist mit einer außen grauen, innen brau-nen aromatischen Rinde bekleidet. Die Blätter stehen abwechselnd, sindgestielt, länglich, gegen das Ende etwas breiter und stumpf zugespitzt,glatt, lederarkig, oben dunkelgrün, unten blaugrün, 5—4 Zoll lang, 1-a s Zoll breit. Die Blüthen sind ziemlich klein und stehen bald einzeln,öfter zu 5—8 vereinigt auf 1—3 blumigen Blüthenstielen, in den Blatt-winkeln der obern Blätter oder gipfelständig. Der Kelch besteht, aus dreibräunliche» Blättchen. Die Blumenkroue ist aus 6 —in weißen Blumen-blättern gebildet. Die zahlreichen (ohngefähr zo) Staubfäden sind kurz,die Staubbeutel groß und gelb. Die Frucht: 4-6 umgekehrt-eiförmige,einfächrige Beeren, im Kreise auf dem Befruchtungsboden stehend.

Die Rinde (Lortex Winter,, 6. Wintersnus vvrus, L. lVlagella-nicur) wurde im Jahr 1577 vonWinter nach Europa gebracht und nachihm benannt. Sie kommt in Stücken von verschiedener Länge, 3—6 Zoll,im Handel vor. Die Dicke dieser zusammengerollten Stücke beträgt oftkaum einen Zoll, oft zwei Zoll und drüber. Die Rinde selbst ist ungefährZ Linien dick, außen bald mit einer dicken, runzligen Oberhaut versehen,bald glatt, gelblich, gerunzelt oder röthlichgrau, mit oder ohne dunklereNarben von sternförmigen Erhabenheiten, die in ihrem frischen Zustande auf