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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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1019
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Vitis Vitrioluni album 1019

GaSxard (Geiger's Magazin. März 1828. S. sro.) fand Gal-lussäure (keinen Gerbestoff), viel Gummi, Harz, Vogelleim.

Der Saft, durch Zerstampfen der Blätter und Stengel mit denBeeren gewonnen, wird zur Bereitung des Vogelleims (Vstous s.ucn-l>«r>ui) benutzt, zu welchem auf jedes Pfund des zuy gehörigen Dickeverdunsteten Schleims Z 4 Loth Lerpenthin zugemischt werden.

*Vitis. ?amx!ni ounr k'olüs. Weinranken mit denBlättern.

Vitis vinilors l-inn.

Die Blätter des Weinstocks schmecken herbe und adstringirend; siesind gegen Diarrhöe, so wie gegen chronische Katarrhe empfohlen wor-den. Man fand die getrockneten Blatter aus viel Gerbestoff und Wein-säure, etwas Gummi und harzigem Stoffe bestehend.

^Ilr-iolum slbum. 2>invunz sulzrltur-icuin venslo.8 ulpks 8 2inoiou8 V 6 NÄÜ 8 . Weißer Vitriol. Käufli«ches schwefelsaures Zink.

Wird auf Hüttenwerken aus den Zinkerzen bereitet.

Ein krystallinisches, dichtes, weißes Salz, von zusammen-ziehendem metallischem Geschmacke, in 2 3 Theilen Wasserauflöslich, aus Zinkoryd und Schwefelsäure bestehend, gemei-niglich mit Eisen und Kupfer verunreinigt, was durch blau-saure Eisenkali - Auflösung und durch Achammoniakflüssigkeiterkannt wird. Dasjenige, welches mit Kupfer verunreinigt ist,werde verworfen.

Das schwefelsaure Zinkoryd, Zinkvitriol, weißer Gallizenstem, Kupfer-rquch, kommt sehr häufig in Grubenwässern gewisser Bergwerke aufgelöstvor', z. B. zu Fahlun, wo es mit schwefelsaurer Talkerde, schwefelstKupferoryd und schwefelst Eistnorydul gemischt ist. In Goslar wird dasselbeaus zinkhaltigen Silbererzen, durch Röstung derselben und Auslaugen mitWasser, fabrikmäßig bereitet. Die gerösteten Erze werden nämlich nochglühend in Wasser geworfen, worin sich das durch Rösten in den Erzenerzeugte schwefelsaure Amkorpd, sammt dem schwefelst Kupfer und Eisen,auflöset. Das Ablöschen der gerösteten Erze in Wasser wird so oft wie-derholt, bis dieses den gehörigen Grad von Sättigung erlangt hat. Dieabgelassene Lauge läßt man während einiger Zeit durch Absetzen sich klären,dann versiebet man sie in bleiernen Pfannen, mit Zusatz von etwas metal-lischem Zinke. Die durch Abdampfe» krystallrecht gewordene Lauge läßt