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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Ängiber

grünlichen Schuppen, welche an der Spitze und am Rande weißgelblich sind,und später eine schön rothe Farbe annehmen. Diese Aehren enthalten mel)-rere gelbliche Blumen, die sich nach und nach öffnen, und in dem kurzenZeitraum eines Tages verblühen. Die Blumendecke ist einblättrig, drei-spaltig, ungleich und walzenförmig; die einblättrige Blumenkrone offen undungleich dreitheilig; der obere Lappen ganz, lang, aufrecht, etwas vertieft,der untere klein und in zwei schmale Stücke getheilt. Alle sind etwaszurückgerollt. Das einblättrige Honiggefäß (von Einigen mit zur Kronegerechnet, die alsdann viertheilig erscheint) ist etwas dreilappig(zweilippig),breit und gegen den Rand zu purpurfarbig-röthlich und mit gelben Fleckenbezeichnet. Der Staubfaden ist über dem getheilten Staubbeutel verlängertund an der Spitze pfriemenförmig und gefurcht. Der Fruchtknoten sitztunten, und der in der Furche des Staubbeutels aufgenommene Griffel istfadenförmig; die Narbe koxfförmig. Die Frucht: eine eiförmige, dreieckige,im Innern in z Fächer getheilte, dreiklappige, vielsaamige Kapsel. DieSaamen länglich, schwärzlich, von aromatisch-bitterm Geschmacke, undeinem angenehmen Gerüche. Die Blumen offnen sich im Monat Septem-ber, gegen den December sterben die Stengel ab, und im folgenden Januarmüssen die Wurzeln herausgenommen werden, später werden sie holzig.

Im Handel hat man zwei Sorten, nämlich den braunen oder ge-meinen Ingwer (2-inZiber Commune r. nigrum 5. vulgäre) und den wei-ßen Ingwer (Lingiber slkum). Die Wurzeln der ersteren Sorte sindfest, dick, knotig, hornartig, runzlig, bei 2 Zoll lang, und außen gelb-grau oder weißgrau, und inwendig röthlichgelb oder bräunlich. DieWurzel des weißen Ingwers ist gelblichweiß oder weißlichgrau, knollig,fest und inwendig röthlichgelb. Beide Sorten kommen von derselbenPflanze, und sind nur dadurch verschieden, daß die ersteren, vorher vonFasern und Schmutz gereinigten Wurzeln mit kochendem Wasser abge-brüht, und dann schnell durch Ofenwärme; die andern hingegen von deräußeren Rinde gereinigt, und dann ohne Abbrühen sorgfältig an derfreien Luft getrocknet werden, und nur diese letztere ist zum pharmaceu-tischen Gebrauche zu verwenden. Beide Sorten sind flach gedrückt, knotig,zuweilen fast bandförmig, auf dem Bruche glatt und harzig. Die bestenStücke sind die, welche fest, schwer, von starkem, angenehm aromatischemGerüche sind, und einen scharfen, feurigen Geschmack besitzen. Wurm-stichige, zerbrechliche, weiche, mürbe, sehr zaserige, leichte Stücke sinduntauglich. Den meisten Ingwer erhalten wir aus Jamaika; für denbesten hält man den ostindischen, den von Malabar und Bengalen.

Buche lz (Almanach 1817 . S. 62.) zerlegte den Ingwer nach derbei der Ziktwerwurzel befolgten Methode, und fand in 1000 Tb. derselben:ätherisches Oel von blaß weingelber Farbe, einem sehr feinen flüchtigenJngwergeruche, einem ziemlich milden, hinterher nur gering beißenden,schwach bitterlichen Geschmacke, und einer sehr dünnflüssigen Consistenz, iLf;Weichharz, dunkelgelbbraun,vonfein aromatischem ingwerartigem Gerüche,

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