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I. Band.
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Geschichte der Naturwissenschaften.

anwachsende Weltreich der Römer umfaßte die ganze damalsbekannte Erde: Spanien, Gallien/ Brittanien/ Italien, Grie«chenland und die unteren Donauländcr, Kleinasien, Nord-afrika bis an den Atlas. Ausserdem kannten die Römer ziem-lich gut Deutschland, die Länder an der Weichsel, das innereAfrika und Asien. Ihr Geograph ist der um Christi Geburtlebende Strabo; reiche Beiträge lieferten PliniuS, Senekaund die Geschichtschreiber. — PtolemäuS bestimmte schon ein-zelne Flüsse, Orte, Vorgebirge sogar aus Irland nach Längeund Breite, und hatte Nachrichten vom innern und nördlichenDeutschland, Preußen, Polen, Vorder- und Hintcrindien,dem innern Lybien und Aethiopien. — Aus dem 4ten Jahrh,n. Chr. kennt man als Geographen JornandeS, aus dem erenGuido von Ravcnna. — Die l^liul-, scheint unter

Thcodorich verfertigt worden zu sein. — Die Normännerkannten im sten Jahrhundert Irland, die Färoer, shetländi-schcn Inseln, Island und Grönland, und legten von letzteremaus viel südlicher in Amerika Koloniccn an, die später zuGrunde giengcn. Um diese Zeit hatte man schön Landkarten.Die Missionäre drangen bereits gegen Rußlands Grenzen vor-(Die magnetische Polarität wurde in Europa schon sehr frühzur Schifffahrt bcnützt. Nach einer Stelle im Landnamabokwar auf Island der Magnet (Lcidarstcin) schon im ttrcnJahrhundert bekannt. Guyot dc ProvinS führt ihn in seiner1203 erschienenen »klllllv 6»voi« an. Flavio Gioja setzte imtZten Jahrhundert die Nadel zuerst auf eine Spitze, und brachte8 Striche an, wodurch der Kompaß entstand. Früher, hatteman die Nadel auf Strohhalme gelegt, und diese auf Wasserschwimmen lassen). Durch die Kreuzzüge lernten die Europäereinen Theil VorderasienS kennen, welches freilich den arabischenGeographen Massudi, Scherif al Edrisi, Ebn al UardiS undbesonders Abulfcda viel besser bekannt war. Der VenetiancrMarko Polo besuchte 1270—s4 China, Ostindien und Pcrsien. »Die Kenntniß des OricntS wurde im i4ten und I5ten Jahrh,vermehrt durch Oderich von Portcnau, Mandeville, Pegolcttiund Clavijo. — Im isten Jahrhundert ragten die Portugiesenals Seefahrer und Entdecker hervor. (Heinrich der Schif-fer). ik20 fanden sie Madera, 1432 die Azoren; 1486 erreichteBartol. Diaz das Kap der guten Hoffnung, 1448 landete VaSkode Gama, jenes umschiffend in Malabar, 1516 kamen die Por-tugiesen nach China, 1518 nach Bengalen, 1542 nach Japan.

— Die größte aller geographischen Entdeckungen, jene Ameri-ka'S, war Cristoforo Colombo, geb. 1442 zu Cuccaro in Pic-mont, gest. 20. Mai -1506, vorbehalten. Am 12. Oktober i4»2