Botanik.
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reichs/ Deutschlands und der Schweiz ab/ freilich noch rohund ohne Ordnung. Besseres leisteten schon HieronymusTraguS/ Fuchsins/ Pona/ ThaliuS. Bclon und Rauwolf durch-streiften Griechenland und die Levante/ AlpinuS beschrieb um1580 die Pflanzen AcgyptenS. — Ueberraschend herrlich mußtedie tropische Pflanzenwelt auf die ersten Beschauer wirken.Obwohl Indien sogar etwas eher von Europäern besuchtwurde/ als Amerika/ so kamen doch aus letzterem früher ihmeigene Gewächse nach Europa: zuerst natürlich ökonomischwichtige/ so der Mais/ der Tabak/ die AnanaS; während manandere durch Beschreibung kennen lernte/ wie den Vaumwollcn-baum/ die NamSwurzelN/ die balsamgcbcnde AmyriS. Baldbeschrieb Ovicdo de Daldes die Pflanzen der Terra sirma/Cabcca de Vacca jene der beiden FloridaS/ Lopez de Gamaradie Mexikanischen/ besonders die amerikanische Agave/ denCoschenillenkaktus/ den Kakaobaum; Karate führte unter denmerkwürdigen Pflanzen Peru's die Kartoffel auf. BrasiliensPflanzen wurden von-Thevet/ Leri/ Bcnzoni beschrieben. Unterjenen ältesten um die amerikanische Flora verdienten Reisendensind auch MonardeS und Acosta zu nennen. — Hatten die Er-klärer der Alten überall in der Natur deren Pflanzen zu erkennengeglaubt/ so meinten — eben so unrichtig — alle diese Reisen-den mehr oder weniger/ in jenen fernen Ländern die europäi-schen Gewächse wieder zu finden/ woraus zahlreiche Irrthümerhervorgiengen. — Die erste Einthcilung der Pflanzen nachSamen und Blume in Arten/ Geschlechter und Klassen/ ver-suchte der durch eminente Gelehrsamkeit hervorragende KonradGeßncr/ geb. I5l6/ gest. 1565. Neben Geßner zeichneten sichaus: DodonaeuS und Lobel/ vorzüglich aber ClusiuS oder<ül>!>rle» üe I'lecluse, geb. 1525/ welcher zu seinen sehr kennt-lichen/ saubern Holzschnitten musterhafte Beschreibungen gab/und neben der Natur auch die Alten sehr gut kannte. ClusiuSeröffnete eine Reihe ausgezeichneter Botaniker: CaeSalpiU/Dalcchamp/ CamerariuS/ TabernämontanuS/ Columna, Joh.und Kasp. Bauhin/ Ray/ Magnol/ Morison. Am meistenragen die Bauhin/ Magnol und Ray hervor/ welche sich vor-züglich um die Klassifikation verdient machten; (die Bauhinund Ray auch noch um die Synonymie und Angabe der Stand-örter) dann der scharfsinnige CäSalpin/ geb. isig/ der einzige/welcher seit Thcophrast Bau und Leben der Pflanzen studierte.Er sah bald ein/ daß die eigenthümlichen Saftgefäße derPflanzen nicht den Adern der Thiere gleich seien/ und bewicß/daß das Mark viel weniger zum Leben beitrage als die Rinde;er verglich das Samenkorn dem Thierci/ und erkannte den