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I. Band.
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Von den allgemeinen oder kosmischen Kräften. 477

daß demnach in der Breite eines Zolles eine geringere Anzahl vomrothen Lichte als vom violetten erregter Aetherwellen vorhandensein müssen; endlich, daß die schmälern Wellen des violetten Lieh.tcs mit größerer Geschwindigkeit auf einander folgen, im Verlaufeeiner Sekunde daher eine größere Zahl von diesen als von denWellen des rothen Lichtes erzeugt werden. Die andern Strahlenhalten -aS Mittel zwischen diesen Extremen. Auch die Tempera-tur der verschiedenen Strahlen ist ungleich groß, und man giebtjene der blauen zu ts° der grünen zu 14° k., der gelben zu22° , der rothen eben so groß, und der Gegend, welche noch

über das rothe Licht hinaus liegt, zu 2«» k. an. Man glaubtefrüher, daß die hellsten Stellen des Spektrums auch die wärmstenseien, die höchste Temperatur also an die Gränze von Orange undGelb oder in Gelb falle; nach den eben angegebenen Zahlen nimmtaber die Wärme vom blauen Lichte an zu, und die größte fälltnoch etwas über das rothe Licht hinaus, weßwcgcn Einige außerden sichtbaren Lichtstrahlen des Spektrums noch unsichtbare Wärme-strahlen von kleinerer Brechbarkeit annehmen. Einige wollen nachder Natur des Prisma die Temperatur verschieden beobachtet haben.So sei bei Anwendung eines Glasprisma das rothe Licht amwärmsten, bei Ammoniak und Schwefelsäure das orange, bei Wasser,Alkohol und Oclen das gelbe. Nach Scheele und Herschcl (wel-chen Seebeck wiederspricht) wären die stärker brechbaren Strahlenoxydirend, die schwächer brechbaren -esoxydircnd, und die größtedcsoxydirende Kraft falle noch über das violette Licht hinaus.Salzsaures Silber, welches im blauen Licht geschwärzt wurde,werde im rothen wieder hergestellt. Schon das weiße Sonnen-licht wirkt magnetisch; in höherm Grade die blaue Abtheilungdes Spektrums, oder vorzüglich das violette, dann auch das indigo,blaue und grüne Licht. Nach all Diesem erscheint das Lichtals eine Kraft von der feinsten und wunderbarsten Art, und allebisherigen Forschungen haben nur einen Theil seiner Wirkungs-weisen ermittelt, ohne seine über der sinnlichen Erkenntniß liegendegeistige Natur zu berühren.

Die Wärme ist unsichtbar, durchdringt alles, wie die Schwere,bewegt sich nach eigenen Gesetzen, und kommt auch nach solchenins Gleichgewicht. Sie wirkt der KohäsionS- und in manchenFällen auch der Adhäsionskraft entgegen; daher ist sie einigen dieNepulsionSkraft selbst, (vergl. S- täg; zwei leichtbcwegliche Körper,im luftleeren Raume erhitzt, stoßen sich ab) Andern eine vibrirendeBewegung, Vielen ein eigener Stoff, Wärmestoff, 6»lor!cum.Die W. wirkt auf das Gemcingefühl, wie das Licht auf daS Auge,der Schall auf das Ohr. Vielleicht ist W. nur das Gefühl derAusdehnung der Theile unseres Körpers. Durch die elastischen

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