2t8 Allgemein« Naturgeschichte, m. Buch.
nach abcrmal t3 Tagen ain östlichen wieder zum Vorschein / wennste mittlerweile nicht vergangen stnd. Flecken und Fackeln'stehenmit einander in Beziehung; letztere stndcn stch immer in der Näheder erster«;; oft brechen aus den Fackeln Flecken hervor / oder anStellen/ wo Flecket« verschwanden/ entstehen Fackeln. W.Hcrscheldachte stch den eigentlichen Sonncnkörpcr dunkel / von 3 Kugel-hüllen umgeben. Die äußerste oder Photosph'ärc/ an Höhe-etwaden« Halbmesser der Erde gleich/ und nach seiner Schätzung soo M.senkrecht von der Gonncnoberfläche abstehend/ stellt ein Lichtmcerdar/ welches durch die unter ihin liegende zweite/ sehr elastische unddurchstchtige Hülle immer in großer Höhe über der Sonne gehaltenwird. Die dritte / unterste Hülle ist wolkenartig/dunkel. DurchVeränderungen und heftige Schwankungen in ihm selbst zerreißtdas Lichtn,ecr stellenweise und thürmt stch an den Rändern derRisse höher auf. Seine Strahlen erleuchten hiebet die unterstedunkle Hülle/ die nun als aschgrauer Rand gesehen wird. Zer-reißt auch st«/ so steht man in der Mitte des Fleckens den eigent-lichen schwarzen Kern / nämlich den Sonnenkörper selbst/ welchernicht «nchr von den Wänden der Photosphäre beleuchtet werdenkann / weil ihn die schwarzen Wolken der untersten Schicht' be-schatten. Nach dieser Anstcht HcrschclS würden also für die Son-nenbewohncr an den Stellen / über welchen stch Flecken bilden/Finsternisse entstehen / aus welchen ihnen der Blick auf die Pla-neten und den Sternhimmel vergönnt wäre. Nach Albufaradgewar 535 n. Chr. das Licht der Sonne tL Tage lang verdunkelt/und 626 erschien die halbe Sonnenscheibe längere Zeit ganz schwarz— ohne Zweifel durch große Sonnenflccken. — Sicher werdensehr große oder sehr zahlreiche kleinere Flecken Einfluß auf unsereWitterung äußern. W. Herschel sagte (Astron. Jahrb. f. 1806.S. t27): „Ich bin jetzt geneigt zu glauben / daß die Oeffnungen(der Sonne) mit großen Untiefen/ Rücken/ Nieren und Narbenohne kleine Einschnitte uns eine reichliche Aussendung erhitzenderStrahlen/ folglich milde Jahreszeiten erwarten lassen; daß imGegentheil Poren/ kleine Einschnitte und ein ärmliches Aussehender glänzenden Wolken/ die Abwesenheit von Rücken/ Nieren/großen Oeffnungen und Untiefen eine sparsame Emission solcherStrahlen anzeigen und strenge Witterung bedeuten." Gruithuiscn(Arialekt- für Erd- und HimmelSk. H. t. S. 62) tritt diesem beiund behauptet/ daß wenn Flecken entständen/ weit herum dieOberfläche leuchtender würde/ und im Allgemeinen die Lichtstärkedadurch nicht vermindert/ sondern vermehrt werde. Der heißeSomincr von «825 und milde Winter von 18^8 hätten stets re-generiere Fleckcngrupven und größe Flecken zur Ursache gehabt.Sehr große Flecken brächten anfangs immer erhöhte Temperatur/