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I. Band.
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Beschreibende Darstellung des Sonnensystems. 22Z

röthlichem Lichte vergl. man auch GruithuisenS Anal. f. Erd. u.Himmclsk. Hft. 2 . S. Unter den möglichen Ursachen desselbenzählt G. „allgemeine (vielleicht religiöse) Feuerfeste" ihrer Be-wohner und kometarische Lichtentwiklung unterhalb ihrerWolken-hohlkugcl auf. — Schröter hat/ obwohl selten und nur schwacheWolken auf der Venus beobachtet und eine Atmosphäre um sieaußer Zweifel gesetzt. Ihr Licht nämlich wird gegen die Nacht,scite immer schwächer/ gegen die Lichtgränze selbst mattgrau/welche Farbe sich oft weit in die Nachtseite hinein erstreckt —alles.Erscheinungen der Morgen- und Abenddämmerung. Aus derBreite des. DämmerungSstreifenS schloß Schröter auf eine Refrak-tion von etwa !/?/ ungefähr wie auf der Erde. Die Fixsterne/welche V. bedeckt/ verschwinden nicht plötzlich an ihrem Rande/sondern werden immer schwächer/ so wie ste (scheinbar) in dietiefern / dichter« Schichten ihrer Atmosphäre eintreten. An Höheund Dichte enag daher die Atmosphäre der V. jener der Erde sehrgleiche»/ doch scheint ste viel reiner und fast frei von Hydro-Meteoren zu sein/ was auf wenig Wasser dieses Planeten schließenläßt. Die Sichtgrenze der Venus erscheint wie jene des Mondesausgezackt und die beiden Enden derselben/ oder die Hörner/ baldmehr/ bald weniger tief in die Nachtseite hineintretend / wasnebst den weit von der Sichtgrenze entfernten beleuchteten Punktenauf große Ungleichheit der Oberfläche und sehr hohe Berge dentct.Schröter fand überhaupt V. besonders in der südlichen Halbkugelsehr gebirgig und Berge von s Meilen Höhe auf ihr. — Cafftnibestimmte die Rotation der V. aus ihren wenigen schwer zu bemer-kenden Flecken zu 23/gSt., Schröter aus der periodischen Verän-derung der Hörnerspitzen zu 23)(g Stunden. So sehr daher ihreTageszeiten den unsrigen gleichen müssen/ so schroff entgegengesetztwerden ihre Jahreszeiten und so verschieden ihre Klimate sein/wenn wirklich/ was jedoch noch sehr der Bestättjgung bedarf/ ihreAxe gegen die Bahn um 72« geneigt ist. Die Sonne erscheintden Venusbewohnern nach der Oberfläche Lmal größer / im Lichtedoppelt so stark / als uns; alle Sterne wegen der großen Klarheitder Luft weit Heller und die Erde in ihrer größten Nähe/ smalgrößer und in smal stärkerem Licht/ als uns V. Ein Venusmond/welchen Astronomen des l7ten und der ersten Hälfte des t8tenJahrhunderts beobachtet zu haben glaubten / existirt ohne Zweifelnicht. — Die Vorübergänge (Durchgänge) der V. vor der Sonne/wo ste als ein kleiner/ rabenschwarzer Kreis auf dem hcllleuchten-den Sonnengrunde erscheint/ stnd für die neuere Astronomie außer-ordentlich wichtig geworden/ als das stcherste Mittel/ die Entfer- >nung der Sonne von der Erde und dann mittelst des scheinbarenDurchmessers der erster» ihren wahren zu finden. Damit ein Durch-

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