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224 Allgemeine Naturgeschichte. III. Buch.

geringern Neigung auf die Bahn deutlich geschieden/ aber jededauert nur 22 Tage/ da das ganzeZahrdeS M-nur 88 währt. Schröterhat auf dem M. besonders in dessen südlicher Halbkugel Bergzügevon —eo Meilen Länge entdeckt / deren höchste Spitzen sich bis58/Oooc absoluter Höhe erheben sollen. Wenn M. in seiner unternKonjunktion vor der Sonne durchgeht/ sehen wir ihn als kleineschwarze Scheibe auf der Sonne von 12" Durchmesser. Merkur-durchgänge kommen gewöhnlich alle 13/ 26/ 46 Jahre vor. Derletzte fand am 7. November 1833 statt; die drei nächsten werdenam 8. Mai 1845 / s. November 1848 und 12. November 1861 er-folgen. (Bergl. über M. SchröterS her m »graphische Frag-mente im 3tcn Bande der Beiträge zu d. neuest, astron. Entdeck.Götting. 1800.)

Venus (HeSperuS als Abendstcrn/ PhoSphoruS/ Lucifer alsMorgenstern) ist der zweite der sonncnnahen Planeten/ zugleichder schönste und hellste von allen und der der Erdk am meistenverwandte. (Merkur und V. nennt man auch die untern Pla-neten/ weil sie sich immer innerhalb der Erdbahn um die Sonnebewegen.) Ihr blendend wciffeS/ intensives Licht macht dieV.untergünstigen Umständen sogar bet Tage sichtbar. Ihre mittlere Ent-fernung von der Sonne ist — 15/086/320 M. und weicht wenigvon ihrer größten und kleinsten ab / da ihre Bahn unter allen dieam wenigsten exzentrische ist. Ihre Entfernung von der Erde be-trägt in der untern Konjunktion 5/ in der obern 35 Mill. Meilen.In der erstem sieht man sie 66"/ in der zweiten kaum 10" groß.Ihr wahrer Durchmesser ist 1680 M./ ihre Oberfläche. 8/376/voosUM./ ihr Volumen 2/230/000/000 IHM. Die siderische Umlaufs-zeit dauert 224/7^./ die tropische 224/zgz und die synodische583/g2, Tage. In der Bahnbewegung legt sie in jeder Sekunde4/g Meilen zurück. Die Masse der V. ist nur um kleiner/als jene der Erde; ihre Dichtigkeit unbedeutend größer. DieKörper fallen auf ihr in der ersten Sekunde iS/z/ Fuß. V.zeigt deutliche Phasen und entfernt sich nie mehr als etwa 48°östlich oder westlich von der Sonne. Am hellsten und manchmalselbst Mittags dem freienLluge sichtbar/ erscheint sie zwischen ihreruntern Konjunktion und größten Abweichung etwa 4o« östlich oderwestlich von der Sonne abstehend/ wo zwar der scheinbare Durch--meffer nur 4o"/ die größte Breite der beleuchteten Phase kaumtv" beträgt / wegen ihrer Nähe aber das Licht eine ungemeineIntensität hat/ nach Lambert nur 300vmal schwächer als jenesdes Vollmonds ist/ und sogar schwachen Schatten wirft. Der un-beleuchtete Theil der V. leuchtet öfters in mattem Lichte/ welchesEinige für phoSphorischcr Art halten. Ueber dieses immer unver-hofft kommende Leuchten der V. in bald aschgrauem/ bald feuer-