Band 
I. Band.
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Beschreibende Darstellung des Sonnensystems. 239

entdeckt/ wovon t um die Erde/ 4 um Jupiter/ ? um Saturn und6 um Uranus sich bewegen. (G. H. Schubert glaubt/ daß Uranustv Monde habe/ weil man von unserem Monde angefangen/ immereine Zunahme von 3 bemerke/ und weil der nächste Uranusmond13 Halbmesser des Hauptplaneten von diesem entfernt sei/ währenddie s innersten Saturns- so wie die 2 innersten Jupitersmondesämmtlich näher als 12 Halbmesser ihres Planeten an diesem stehen).

I- Der Mond der Erde.

Literat. Mit Uebergehung der ältern meistens fragmentari-schen und unvollkommenen Beschreibungen/ welche Galilei/' Scheiner/ SchielauS/ Riccioli (dessen Namengebung übrigensjetzt noch gebräuchlich ist) von der Mondoberfläche geben/führen wir nur an: Hevclii 8eleoogr->xIiiL 1640. — Schröter/selenotopographische Fragmente zur genauern Kenntniß deruns sichtbaren Mondoberfläche; 2 Bde. mit zahlreichen Karten/4. 17SS-1802. —Lohrmann/ Topographie der Mondoberfläche/ites Hft. 6 Karten mit Beschreibung/ Lpzg. 1824. — General-karten vom Monde lieferten Dominik Cassini 1«40/ TobiasMayer/ (herausgegeben 1775 von Lichtenberg/ verbessert vonGruithuisen 1820 / in ^ct. /tcsäom. I.evx. Bd. 10 ). Beerund Mädler/ topographische Karte der sichtbaren Mondober-fläche (3^ Durchm.)/ Berlin 1835—37.

Unser Mond läuft in einer Bahn um die Erde/ welche nicht genauin der Ekliptik liegt/ sondern um 5° ge gegen sie geneigt ist/ und dieKnoten der Mondsbahn gehen in nahe is Jahren ganz um die Erdeherum. Der höchste und tiefste Stand des Mondes im Meridian kannalso auch um 5° 9^ vom höchsten und tiefsten Stand der Sonne ver-schieden sein / und die größte Deklination des Mondes daher bis auf28 » 37^/ und zu einer andern Zeit wieder nur bis zu 18» 19^ gehen.Jedermann weiß/ daß der Vollmond im Winter immer sehr hoch/im Sommer hingegen immer sehr niedrig im Meridian steht.Dieses rührt daher/ daß der Mond zur Zeit seines Volllichtsder Sonne stets gerade gegenüber sich befindet/ und also imWinter in jenem Theile der Ekliptik weilt / den die Sonne imSommer einnimmt/ und der am höchsten über dem Aequatorsteht. Im Sommer hat bei Vollmond' gerade das Gegentheilstatt. — Da der Aequator des Mondes gegen seine Bahn nurum K/g geneigt ist/ verschwindet der Unterschied der Jahreszeiten aufihm fast gänzlich/ da die Bewohner der Aequatorialzone/ so lange sieder Sonne zugekehrt sind / diese fast immer im Scheitel/ jene derPole im Horizont haben. Der Unterschied nach der selenographi-schen Breite muß also sehr groß sein; die Aequatorialzone wirdimmer Sommer / die gemäßigten Zonen werden immer Frühling/die Polarzonen des M. immer Winter, haben. Tage und Nächte sind