Band 
I. Band.
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Allgemeine Naturgeschichte., Ul- Buch.

für erloschene Vulkane halten/ glauben Beer und Mädler/ sieseien Wirkungen bloßer Gasausbrüche. (Amtl. Berichtn, d. Vers.d. Naturf. zu Jena 1836/ S. 48.) Gruithuisen nimmt nach der/ im5tcn Hauptstüek zu entwickelnden Aggregationstheorie an / daß siedurch in den Mond einschlagende Metcorkugeln gebildet seien/welche wegen ihrer Erhitzung und Erweichung einen Ring alsWallgebirgc abstreiften/ während oft noch ein Segment der ver-sunkenen Kugel als Centralgewölbe sichtbar ist. Meistens ist dieMasse dieser Ringgebirgc so groß / daß sie ungefähr das entspre-chende Becken ausfüllen würde/ wie Schröter durch Versuche mitModellen bewiesen hat. Lavaströme sind auf dem Monde nir-gends sichtbar/ wohl aber zeigen sehr gute Fernrohre Stratifika«tionen. Die oben angeführten Kcgelberge oder einzelnen Berg-kegel sind in manchen Gegenden sehr zahlreich und erheben sichschroff aus Ebenen. — Hin und wieder sieht man Vertiefungen/Furchen/ welche sehr schmal/ oft ziemlich gerade/ manchmal vieleMeilen lang sind/ häufig an einem Ringgcbirge beginnen/ an einemandern enden/ manchmal mitten durch kleinere Krater hinlaufen/ oderauch (früher als sie gebildete) Gebirgsketten durchbrechen und aufder ander» Seite in gleicher Richtung fortsetzen. Vielleicht sind sieden Spalten der Erdrinde vergleichbar / worauf/ wie man annimmt/unsere Vulkane stehen; manche dürften indeß doch Rinnsale ehe-maliger Flüsse sein. — Die großen / dunkeln Flecken des Mondeswurden früher für Meere gehalten/ haben noch jetzt die ihnenals solchen gegebenen Namen/ sind aber trockene Ebenen. —Die scharf abgeschnittene Lichtgränze/ der unmittelbare Uebergangdes hellsten Lichtes in das tiefste Dunkel/ die plötzliche Bedeckungder hinter den Mondrand tretenden Fixsterne deuten auf eine sehrdünne Atmosphäre des Mondes. Doch will Schröter eine äus-serst schwache Dämmerung an den Hörncrspitzen des Neumondesbeobachtet haben und bestimmt hiernach die wahrscheinliche Höheder sicher sehr dünnen Mondluft zu t4ocV/ allcrhöchstenS zu 7878^.Der fast gänzliche Mangel eines LuftkrciseS würde auch den desWassers nach sich ziehen / welches auf dem M. in größer» Massenganz sicher fehlt: denn die sogenannten Meere zeigen bei starkerVergrößerung immer Hügel/ Thäler/ Einscnkungen u. s. w.Der jüngere Herschel hat jedoch mit den vorzüglichsten Teles-kopen vollkommen ebene Stellen gesehen / die er für Alluvialbil-dnngen hält. Gruithuisen behauptet/ daß der Mond auf seinerOberfläche sehr viel aufgeschwemmte Landflächen habe/ dieman als solche mit guten Fernröhren erkenne. Die ältesten Ge-birge seien sämmtlich von der Spitze bis zum Fuß durch Verwit-terung abgenagt. In allen Gegenden fänden sich Ringwälle/welche mehr oder weniger deutlich/ größere VerwittcrungSspuren