Beschreibend« Darstellung des Sonnensystems. 345
trage»/ als die neuern in sie hinein gebildeten; ja manche Ning-gcbirge seien durch Verwitterung beinahe aufgezehrt: so derNewton/ der Süden des Plato und viele andere vorzüglich inden sogenannten Meeren. Der vom Newton noch übrig gebliebenePik sei sooo Fuß hoch/ in welcher Höhe die so dünne Mond-atmosphäre keine Wolken mehr zu tragen / also atmosphärischesWasser keine Verwitterung mehr zu bewirken vermöge. Das ehe-malige Meer des Mondes dürfe 30/voo F. hoch gewesen sei». (NeueAnal. 2ten Bdes ite§ Hft. S- 35). Am 23. März 1836 sah G./als die Sichtgrenze mitten über die Ringgebirge des Eudoxus undAristoteles ging/ über der schon Tag habenden westlichen Hälftebeider Gebirge/ und weit umher unzählige kleine Gegenstände/die er für Bergköpfe hielt; am 6. und 22. Mai bei gleicher Be-leuchtung nichts von ihnen. Am 8. Februar und 3. Sept. t82thatte er zwar auch jene Gegend mit solchen Gebilden besäet ge-sehen/ aber nicht die obersten Ränder der Gebirge. Diese Gegen-stände könnten also nur Wolken gewesen sein. (Allg. Ztg. vom2g. Zuni t836. Außerordcntl. Beil. S. 1187.) Von Spuren desWassers spricht G. an mehreren Orten. So in den neuen Anal.3tcS Hft. / S. 67./ wo er auch gegen Elie de Vcaumont behaup-tet/ daß man Flußbetten auf dem Monde entdeckt habe. SchonSchrötcr habe das Hauptflußbett beim Hyginus entdeckt/ und cwG. / die 3 Flußarme dazu gefunden- Auch sei cS ihm gelungen/zwischen dem Hyginus und HipparchuS ein Flußbett mit 7 Armenzu stnden/ von welchem einzelne Theile oft atmosphärisch bedecktwaren. Der Mond habe ihm Und Schröter oft Wolken gezeigt/also müsse er auch Wasser haben. Schröters Wargentin beimSchickard habe er/ G./ bald abgestrichen/ bald nur halb voll Ne-bel gesehen/ der sich zuweilen zu Wolken ausbildete; vielleichthabe Wargentin in seinem Kessel Wasser. Die feinen 5 Circcll-chen im Plato sähen auS/ als ob sie unter Wasser stünden. DasZerfressensein der ältesten und höchsten Mondbcrge bis anihre Gipfel bezeuge/ daß der Mgnd einst ganz in Wasser gehülltwar / da er in solche Höhe keine verwitternden Meteore hat. DieHeller» Stelle» / welche Schröter und Gruithuisen in der Ring-fläche des Plato sahe»/ hält Letzterer für Nebel/ welche bei höhe-rem Stande der Sonne zuweilen verschwinden. Dann sah G.öfters 3 — 5 äußerst feine Circellchcn auf jener Fläche/ die er fürSeen hielt. Im Südwesten vom Schickard / im Billy/ Bosco-vich/ Archimcdes/ Firmikus u. m. a. zeigen sich ähnliche Verhält-nisse. (Anal. f. Erd- und Himmelsk. Hft. 2. S. 3g.) Verände-rungen im Ansehen mancher Gegenden und Berge/ welche sichkaum anderS/ als durch atmosphärische Bedeckungen erklären lassen/hat außer Gruithuisen schon Schröter beobachtet: beide sahen