246 Allgemeine Naturgeschichte, iil Buch.
ihres Planeten nur 2—3° geneigt/ weßwegen sie fast in einergerade durch Jupiters Aequator gehenden Linie stehen. Nach derTabelle ist der 2te der kleinste/ der 3te der größte. Von Jupiteraus erscheinen der ite 33 /, der 2te 17/, der 3te ts/, der 4te 7 /groß. Vom Iten Monde aus zeigt sich der Hauptplanet untereinem Winkel von 19°/?;/ also als I370mal größere Scheibe alsman bei uns/ und 37/vovmal größere/ als man daselbst die Sonnesteht; ein wundervoller Anblick! Man steht die Monde manchmalals dunkle Flecken vor der Scheibe J's. vorübergehen, und hatauf ihnen dunkle, veränderliche Flecken (durch welche man ihreNotationszeit bestimmte), und beim 4ten eine periodische Licht-änderung bemerkt. Die häufigen Verfinsterungen der Jupiters-monde durch ihren Planeten, dienten (vorzüglich vor dcr Vcrvoll«kommnung der Tafeln unseres Mondes) zur leichten Bestimmungder geographischen Länge, besonders auf dem Meere. Wegen dereigenthümlichen Verhältnisse der mittlern Längen, und der mitt-lern fiderischen Bewegungen der 3 ersten Monde können sie niezugleich verfinstert werden: weil, wenn der erste verfinstert wird,' die beiden andern ihm gegenüber stehen müssen, und ihrerseitsJupiter verfinstern. Es ist ziemlich ausgemacht, daß auch steihrem Planeten immer die eine Seite zuwenden, vielleicht, in Folgedesselben physischen Grundes, den man bei unserem Monde an-nimmt. Nach den Tafeln, welche Delambre (nach vorausge-gangenen Arbeiten von Bailly, Lagrange, Laplace rc.) fürdiese Monde berechnet hat, beträgt ihre Masse
der Jupitersmaffe; ihre Tüchtigkeiten verhaltensich zur Dichtigkeit der Erde, diese gleich 10 gesetzt, wie 1, 4,3, 4. Die Körper fallen auf ihnen in der ersten Sekunde o,z,t/6/ 2,0 und l,g Fuß. — Man verdankt den Jupitersmondendie Auflösung des wichtigen Problems der McereSlänge, undBradley fand durch sie die Abirrung und Geschwindigkeit desLichtes.
ill. Die 7 Monde des Saturn's. Die Bahnen der 6 näch-sten fallen beinahe mit der Ebene des Ringes zusammen; die des7ten ist beträchtlich auf jene geneigt. Am leichtesten ist der fernsteoder 7te zu sehen, noch ziemlich leicht der Kte; nur durch starkeFernröhre die 3 nächsten; die 2 innersten nur durch die stärkstenFernröhre und bei den günstigsten Verhältnissen. Die über 27»betragende Neigung ihrer Bahnen gegen die Ekliptik S's. istUrsache, daß sie äußerst selten verfinstert werden. Bei einigen(namentlich beim 7tcn) hat man Flecken beobachtet, die auch fürsie eine Notation von West nach Ost beweisen.
iv. Von der physischen Beschaffenheit der 6 Monde des Ura-nus ist zur Zeit noch nichts bekannt. Bei ihrer außerordentlichen