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I. Band.
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284 Allgemeine Naturgeschichte, m Buch.

tensvstcm im Weltraum ein Aether vorhanden, so wird dervorige nur innerhalb unseres Systems geltende Grund derZerstörung, auch für dieSonne selbst mit ihrem ganzen Ge-folge vorhanden sein. Außer dieser äußern Ursache einesretardirenden Mediums läßt sich noch eine innere denken. Istwie wir glauben, das Licht ein Lebensakt der Sonnen, so kann einesolcheSteigerung dieses letztem eintreten, daß eine gänzliche Ueber-windung der Schwerkraft, in deren Folge eine Zerstreuung undAuflösung der ganzen Masse und ein Leuchtendwerden derselbenerfolgt, welches uns als Verbrennung erscheint, und woraufjene neu entstandenen, hell aufleuchtenden und wieder ver-schwundenen Sterne hindeuten, von welchen bereits S. 205die Rede war.

Ohne Zweifel ist der Weltraum mit einer ungemein feinenMasse erfüllt, welche die Materie in ihrer äußersten Verdünnungdarstellt, die Nebelflecken bildet, und uns durch ihre mit derVerdichtung zunehmende Leuchtkraft sichtbar wird. Man nenntdieselbe Urmaterie, Nebelstoff, Aether. Schon die Alten,namentlich Platon haben das Dasein des AetherS angenommen.Eine andere Frage ist, ob auch die Räume zwischen den Körpernunseres Sonnensystems noch mit jener feinen Materie erfüllt seien?Sollte dieses der Fall sein, so müßte die mittlere Entfernung derPlaneten wegen dem Hinderniß, das sie ihrer Bewegung entgegenseift, fortwährend und gleichmässig abnehmen, die Excentrizitätderselben vermindert, ihre Bewegung beschleunigt werden. Beiden Planeten, deren Dichtigkeit gewiß ungemein groß gegen jenedes AetherS ist, läßt sich zwar bis jetzt aus den Beobachtungenkeine Abnahme der Umlaufszeit folgern und nichts angeben,das auf einen solchen Widerstand zu schließen berechtigte. Beiden Kometen hingegen, Körpern von sehr geringer Dichtigkeit,kommen allerdings solche Erscheinungen vor; besonders zeigte derEnkesche Komet, welcher in den Jahren 178 «, 1795, 1805 , I 8 is,1822 beobachtet wurde, solche Veränderungen seiner Bahn, welchesich nach Berücksichtigung aller Störungen nicht erklären lassen.Enke fand nämlich, daß sich seine Umläufe um etwas beschleu-nigt haben, und daß auch seine Excentrizität abgenommen hat:Verhältnisse, welche sich durch keine andere Annahme so guterklären lassen, als durch die, daß des Kometen Bewegung einigenWiderstand leide. Brandes, welcher mit andern annimmt, daßdie Schweife der Kometen durch eine abstossende Kraft der Sonneentstehen, welche die Materie des Schweifes forttreibt, glaubt ausderen Gestalt die Annahme eines AetherS erschließen zu können.