Entstehung/ Entwicklung u. Untergang d. Weltk. 295
mehrere verkehrtläufige/ mittelgroße Weltkörper (Kometen) übrig/welche ihre verkehrtläufige Bewegung in einer weiten Ellipsedeßhalb beibehielten/ weil die rcchtläufigen größer« Planeten/wenn jene nur etwas kleinere Bahnen.hatten/ in diesen Bahnendurch Störungen die Exzentrizitäten immer um nahe so viel ver-kleinern mußten/ als sie durch die Sonne vergrößert wurden.Hatten sie aber etwas größere Bahnen/ und kamen in die Mond-fangsphäre der Planeten / so wurde auch von diesen die Exzen-trizität so lange fort vergrößert/ bis sie wegen des Mcdiumshin-derniffes senkrecht in sie stürzen mußten. So und durch denseltenern/ direkten Anstoß wurden alle verkehrtläufigcn Weltkörperbi,S auf jene aufgezehrt/ welche eine fast gleich große/ jedoch etwaskleinere Bahn hatten/ als die größer» rechtläufigen Planeten/ welcheerster» nach dem dritten Kepler'schen Gesetze von diesen letzter» auchgefangen werden/ und um sie als Monde laufen mußten. (Diesen Ge-danken/ daß kleinere Weltkörpcr von größern gefangen und gezwun-gen wurden/ als Monde um sie zu laufe»/ hat schon Späth ausge-sprochen. S. Kastriert Metcorol. H- i.> S. 358.) Alle recht-läufigen Planeten/ seien sie auch noch so klein/ bleiben für sichPlaneten/ wobei Gruithuiscn die Möglichkeit behauptet/ daß Ko-meten in Planeten sich umwandeln könnten. So erfolge dieüberwiegende Nechtläufigkeit der Körper unseres Systems mit allerEvidenz aus der AggregationStheorie und in Folge eines die Be-wegung hindernden Mediums. — G. glaubt/ daß der Ring desSaturns entstehen konnte/ wenn ein sehr tiefes Meer die Kugelbedeckte. Die in dasselbe gefallenen Weltkörpcr mußten sich in einergewissen Tiefe wegen des großen Wasserdrucks schwebend erhalten/und sich wegen der Axendrchung alle um den Aequator der Kugelansammeln. Da bei Waffcrkugcln von 36—äy/voo M. Durchm.Sonnen- (oder VerbrennungS-) Prozeß in der Wolkcnsphäre nichtausbleiben konnte / so wurde des Wassers immer weniger und derRing erhob sich nach und nach auch mit seinem innern Rand überdasselbe. (Anal. für Erd- u. Himmelskunde 3teS Hft. S. äg.)Nach G. wäre der Mond ein rückläufiger Planet gewesen/ welchersich innerhalb der Erdbahn um die Sonne bewegte. So sei esauch mit allen andern bekannten Satelliten/ welche rechtläufigeBahnbcwegungen haben/ denn alle müssen auch immer dem Haupt-planeten die gleiche Seite zukehren. Waren sie verkehrtläufigePlaneten/ Asteroidcn/ Kometen/ so hatten sie auch eine verkehrt-läufige Axendrchung. Als Monde waren aber ihre Bahnen recht-läufig geworden/ während die vorige verkehrte Axendrchung sichfortsetzte. Die Ursachen / welche die Bahnen rechtläufig machten/wirkten der nachhcrigen verkehrten Axendrchung so lange entge-gen/ bis sie endlich stillstand. Aber zur rechtläufigen Axendrchung