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I. Band.
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Entstehung/ Entwicklung u. Untergang d. Meltk. 290

weßhalb sie jetzt als Ring um ihn rotirt. Alles Angegebenefindet seine Anwendung eben so gut auf die untergeordnetenSysteme, welche die Erde, Jupiter, Saturn und Uranus mitihren Monden bilden. Es scheint wirklich nach einigen merk-würdigen von G. H. Schubert (Gesch. d. Nat. S. 191) her-vorgehobenen Verhältnissen, als wenn sich die Monde gleichsamals Gegenbilder der Sonne für ihre rcspektiven Planetenentwickelt hätten. Von der Sonne aus gesehen erscheinenalle Mondgebiete etwa gleich groß, als Kreise von nahe 17<Der Durchmesser aller Mondgebiete ist — V»oo des Durchmessersder Bahn des jedesmaligen Hauptplaneten. Unser Mond,von der Erde aus gesehen, gleicht an scheinbarer Größe demSonnenbilde, ist nahe eben so viele eigene Halbmesser ent-fernt als die Sonne, und braucht eben so lang zu einer Aren-drehung als sie. Auch die äußersten Monde des Jupiter undSaturn erscheinen von ihren Planeten eben so groß als dieSonne, und stehen so viele eigene Halbmesser von jenen ab,als die Sonne eigene Halbmesser von ihren Hauptplanetcn.

Die verschiedenen Stufen und Wesen der Natur sindstreng genommen nur sich selbst gleich, und können mit andernnicht in Parallele gestellt werden. Wenn aber ein Paralleli-siren verschiedener Dinge auch nicht ihr Wesen durchsichtigmacht, so erleuchtet es sie wenigstens. Sollen wir ein Gleich-niß, eine Analogie in der uns näher liegenden Schöpfungmit ein^m Sonnensysteme geben, so möchten wir als solchesdie Familie bezeichnen. So sind alle Planeten und Mondeunseres Systems aus der Sonne hervorgegangen, aber nichtaus der Sonne wie sie gegenwärtig besteht, sondern aus derSonnenurmaffe, aus welcher sie selbst sich erst zu ihrer ge-genwärtigen Beschaffenheit entwickelt hat. Die Sonne istdaher das älteste und das jüngste Glied ihrer Familie; dasälteste, weil von ihrer Masse sich die Planeten ablösten, dasjüngste, weil sie ihre gegenwärtige Größe, Dichtigkeit und ihrintensives Licht erst erlangt hat, nachdem während ihrer all-mäligen Verdichtung sich die Planetcnmassen abgelöst, Uranuszuerst, Merkur zuletzt, und zu sclbststandigen Weltkörperngestaltet hatten. So wurde der'Gegensatz zwischen ihr als