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I. Band.
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396 Allgemeine Naturgeschichte. IV. Buch.

sich dieses wimmelnde Leben zum Theile bewegte und sämmt-lich unterging, nur Wasser gewesen sein konnte. Die Ge-steine der zweiten Hauptklaffe, der massigen ungeschich-teten Formationen, die aus Granit, Porphyr, Syenit,Grünstem, Serpentin, Gabbro rc. gebildet werden, zeigensich, obwohl manchmal plattenförmtg, würfelförmig, parallelo-pipedisch abgesondert oder zerklüftet, doch nie geschichtet,sind von vorherrschend krystallinischer Bildung, und bestehenmeistens aus mehreren gemengten, vollkommener oder unvoll-kommener krystallisirten Mineralien. Sie scheinen durchglühenden Fluß, oder durch Erstarrung von Massen gebildet,die in geschmolzenem Zustande, von innen heraus, an dieOberfläche getrieben wurden. Nie bedecken sie die Oberflächeweiter und großer Gegenden in der Art, wie die geschichte-ten Formationen, sondern scheinen , obwohl sie in gewisserTiefe vielleicht die Grundlage von diesen ausmachen, gegendie Oberfläche zu vorzüglich das feste Gebälke, das Ge-zimmer der Erdfeste zu bilden, au welches sich die neptunischenNiederschlüge anlagern, es bedecken, häufig aber von den graniti-schen Massen emporgehoben (manchmal fast senkrecht aufgerichtet)wurden, welche sich in einigen Fällen auch über und zwischen diegeschichteten Formationen ergossen haben, oder die Gänge undSpalten ausfüllen, welche letztem vermuthlich durch heftige Zer-reissung der Schichten entstanden sind. Von organischen Re-sten ist in den massigen, nngeschichteten Formationen keineSpur zu finden; statt ihrer tritt ein viel größerer Reichthumvon Mineralgattungen auf; die schönsten Gesteine und man-nigfachsten Metalle kommen in üppiger Fülle und in denvollkommensten Krystallen vor. Dort finden sie sich besondersin den nach Entstehen und Bedeutung noch immer so räth-selhasten Gängen; in Lagern, Stöcken, Nestern rc. DieWahrscheinlichkeit, daß die massigen, nngeschichteten Fels-gebilde dem Feuer — wenn auch einer besondern Mo-difikation desselben — ihren Ursprung verdanke», hat veran-laßt, sie plutonischc Formationen zu nennen, und wird zurGewißheit gesteigert, wenn man ihren allmäligen Uebergangzu den noch unter unsern Augen sich bildenden, in feurigem