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422 Allgemeine Naturgeschichte. IV. Buch.

zerstörter GebirgSarten ausübten, und wie die so verschiedenmächtigen Zwischenmittel zwischen den Kohlenstoßen zeigen, sehrunregelmäßig wirkten. Je heftiger sie wirkten, desto größer wer»den die Konglomeratablagerungen sein. Besondere Umstände führ»ten eine Vcrmengung von Organismen des Landes mit jenen desMeeres herbei. Je länger die Periode währte, inner welcher sicheine Landstrecke mit Vegetation bedecken konnte, desto mächtigerwerden die Steinkohlenflötze, wenigstens nach der Meinung Jenersein, welche sie durchaus aus ehemals wirklich lebenden Pflanzenentstanden ansehen. —Während die Kohlengruppe an manchen Punk»ten nur wenige «achter mächtig ist, zeigt das cigentl. Kohlengebirgedes borest ok vcgn an der Severn eine Mächtigkeit von 3/000/, derKohlcnkalkstein von 700/. — Bei Wcttin, Löbejün kommen mitden Kohlengcbirgen Quarzporphyre, bei Saarbrücken, im Plauen-schen Grund, beiZwickau Melaphyre, bei Waldcnburg beide vor,—Mineralien, die nicht als wesentliche Glieder der Kohlengruppe, son-dern als später eittgedrungcne plutonische Massen zu betrachten sind-—Die Pflanzenreste des SteinkoKlengcbirges, welche zum Theilaußerordentlich gut, bis in die feinsten Theile erhalten sind, deu»ten auf eine ziemlich gleichförmig tropische oder sogar ultratro»pische Vegetation fast durch ganz Europa. Die gute Erhaltung,die Richtung der Wurzeln nach unten (so bei den Sigillarien»stämmcn von Saarbrücken, Eschweiler, in Durham, bet Ncwcastle,zu Killingworth, St. Etienne) beweisen, daß sie nicht hcrge-schwemmt, sondern an den Fundstellen gewachsen, überhauptden unterirdischen Wäldern an Englands, Norddeutschlands re.Küsten analog sind, wie diese langsam unter Wasser gesetzt, hier»auf zum Theil mit über ihnen sich ansiedelnden Korallen und an»dcrn Mcerthicrcn bedeckt, und allmälig in Sand, Schicfcrthon,Kalkmassen begraben wurden. Diese Umstände gelten für die auf«rechtstchcndcn Stämme; gewisse Ablagerungen sind wohl auch durchZusammenschwemmung vegetabilischer Reste entstanden; ob aberdie Steinkohlenmasse im Allgemeinen gleiche Entstehung habe, istmindestens zweifelhaft. Nach Wikham und den beiden Brong»niartS verdanken die Kohlenstoße Torfmooren ihren Ursprung.—Die Pflanzenreste ires Stcinkohlengebirgs sind oft bedeutend groß;viele Sigillarienstämmc halten 2 — 3/ im Durchm., Lepidodendrain Nordengland 20—45/ Länge, und bis äs^/Dicke; Stämme imwcstphälischcn Gebirge sind bis 60/ lang, flach gedrückt, den Schich»ten parallel; ein Stamm im Craigleith Steinbruche bei Edinburg(im Kohlensandstein daselbst fand man 1826 auch einen Monokotyle»donen von 36/ Länge und 3/ Dicke.) ist vom Wipfel bis zur Wur»zel 47/ lang und seine Rinde verkohlt, (kkilos. äsn. i83o

x. ,3.) Besonders charakteristrt war die Flora jener Periode