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>426 Allgemeine Naturgeschichte. IV. Buch.

Feldspath in jene beiden Fclsarten übergehend. Er kommt inSchottland/ sehr mächtig in den Kordillern nnd Brasilien vor/wo er goldhaltig ist. Hornblendegeftein und Hornblende,schiefer sind alle den Gesteinen/ mit welchen sie vorkommen/gleichzeitigen/ bald derben bald spaltbaren Gemenge/ von denendie Hornblende den herrschenden Bestandtheil bildet. Viele vonihnen bestehen aus Hornblende und Feldspath/ und heißen Ur.grünstein und Grünsteinschiefcr. Manchmal tritt Glim.mer theilweise an die Stelle der Hornblende; ein andermal gehtdas Gestein in Chloritschicfer über/ oder es sind in ihm Magnet«und Titaneisensteinkörner eingesprengt. Das Hornblendegesteintritt besonders mächtig auf im indischen Centralgebirge und Hi-malaya. Der Kalkstein dieser Periode ist oft weiß/ krystallinisch/und liefert die Statucnmarmore Italiens und Griechenlands.Manchmal ist er grobkörnig/ durch Talk- oder Glimmerblättchcnschiefrig/ oder er nimmt Hornblende/ Augit/ Quarz auf/ oderwird zu krystall. Dolomit. Weiß sie in besteht hauptsächlich ausdichtem Feldspath/ und ist dem Gneis und Glimmerschieferuntergeordnet. Letzterer wird aus Glimmer und Quarz zusammen,gesetzt/ enthält häufig Granaten/ bildet zum Theil mächtige Ge.birgsmasse»/ und geht in mehrere andere Fclsarten über. DerGneis besteht aus Quarz / Feldspath/ Glimmer und Hornblende/ist entweder schiefrig oder in Lager getheilt. Bald fehlt dieseroder jener Bestandtheil / bald treten andere Mineralien dazu / oftist der Gneis/ abgesehen von seiner Schichtung/ ganz dem Granitgleich. ProtogyN/ das granittsche Gestein des Montblanc/ unter-scheidet sich vom Gneis darin / daß er statt Glimmer Talk oderTopfstein enthält. Er geht in GneiS/ dieser in Granit über. —Die so vielfach in einander übergehenden unter» geschichteten Ge-birgSarten sind in keiner bestimmten Ordnung abgelagert; mankann in allen Schichte» dasselbe Gestein antreffe»/ doch liegt derGneis am häufigsten unten. In ihnen bilden Gneis und Glim-merschiefcr die Hauptmasse und sie bestehen wesentlich aus densel-ben Mineralgattunge»/ wie die massigen Formationen/ nämlichaus Quarz/ Feldspath/ Glimmer und Hornblende/ in verschie-denen Proportionen. Von den chemischen Elementen ist Sili-ei um vorwaltend; hierauf folgt Thonerde/ dann Kali/ Talkerdc/Natron/ Kalkerde/ Flußsäure. Untere geschichtete und massigeFormationen scheinen in ihrem Ursprung verbunden zu sein/während sekundäre Ursachen bei den einen Schichte»/ bei den an-dern Maffenbildung veranlaßten. Die untern geschichteten Ge«birgsarten bilden einen bedeutenden Theil der Erdrinde/ kommenin Skandinavien/ im nördl. Rußland/ Irland/ nördl. Schott-land vor / bilden in den Alpen und anderwärts die Centralketten/