Geognostische Verhältnisse der Erdrinde. >429
Nach der chemischen Beschaffenheit der Gesteine müssen gleicheHitzegrade verschiedene Wirkungen äuffern. So ist der BimS-stein eine so stark erhitzte schieferige Gebirgsart/ daß sie blasigwurde/ ohne vollständig zu schmelzen. — Der Granit bedecktöfter geschichtete Bildungen; so in der Tarentaise in den Gebir-gen des Montblanc; in den Gebirgen von OtsanS bedeckt erLager der Oolithgruppe/ am Bützberg in der Schweiz Kalksteinund Schiefer des LiaS/ an der Jungfrau Kalkstein und Schieferder Oolithformation. Ein höchst wichtiger von Hugi zuerst beob-achteter Punkt ist der Sattel zwischen dem Urbachthale und demNosenlawigletscher. Dort greifen an der senkrechten Wand desGstellihorns die keilförmigen/ mehrfach über einander liegendenEndigungen des Gneises und Kalks völlig deutlich in einander undsind vom Thalgrunde bis zu den höchsten Spitzen blosgelegt. (Inmanchen Fällen können aber auch scheinbare Bedeckungen durchUeberstürzung entstanden sein.) Bei Predazzo in Oberitalien/auf Brora/ an der Nordküste von Caithneß/ unfern Harzburg amHarz/ hat der Granit Kalk oder Grauwackcngesteine durchbrochen/und erscheint ihnen aufgelagert. — Granitgünge/ wo Granitund Gneis mit Thonschiefer/ Grauwacke/ Glimmerschiefer rc>in Verbindung tritt/ kommen sehr häufig vor; so in Schottland/Cornwallis/ am Harze; sie streichen theils mit dem HauptgesteiN/theils durchschneiden sie dasselbe / und schließen häufig sehr vielefremdartige Mineralien ein. An den Grenzen solcher Granit-gänge sind Thonschiefer und Grauwacke oft verändert/ wer-den manchmal zu Grünstein/ Hornfels oder selbst granitartig.In der Oolith - und Kreidengruppe hat man noch keine Granit-gänge gefunden/ obwohl nach ihnen noch Granite an die Ober-fläche gekommen sind. Vulkane und verschiedene massige GebirgS-arten/ ja Granit selbst durchbrechen den Granit/ so daß man inihm Gänge und Lager von Granit/ Syenit/ und den verschieden-sten Porphyren und Trappgesteinen häufig findet. — Der Feld-spathporphyr durchbricht in einzelnen Kuppen auch den Thon-schiefer-/ das Kohlengebtrge/ und bildet auch selbstständige Berge.Die Trappgesteine durchsetzen vom Gneise und der Grauwackean/ alle Schichtgebilde wenigstens bis zur Gruppe der Oolitheeinschlüssig. Die Kohlcngruppe wird häufig von den schwarzenPyrphyren (Augitp./ Mclaphyren)/ durchbrochen; eben so vomHypersthc»/ Gabbro und Serpentin. Letztere durchbrechenauch den Oolithenkalkstein und die Kreide/ wie ;. B. bei Steteram nördl. Abhänge der Alpen; Gänge von Serpentin kom-men im Lias/ der Grauwacke und im ältern Theil des Kohlen-gebirges vor. Der Pech st ein bildet auf der Insel Arran Gängein Granit und bunten Sandstein. Pechsteinpvrphyr dringt auf