Geognostische Verhältnisse der Erdrinde. LZA
22 entweder glühende Lava oder Feuer ausspieen. — Der Popo-catepetl wurde <828 durch 3 Engländer von Mexiko aus erstiegen.Wie sie an die Wolken kamen/ wurden sie von ihren indianischenFührern aus Furcht verlassen. Doch vollendeten sie auf schauder-haften Wegen ihr Werk. Der Vulkan bellte und krachte fort-während / wobei etwas Rauch aufstieg/ und Laven ausgeworfenwurde»/ die aber nicht über den ungeheuern Krater hinauSge-langten. Grenze der Coniferen <</ 76 . 6 >/ des ganzen Pflanzen-reiches tt/dvk^ Höhe des Kraterrandes < 6 / 775 ^ Par. Maß. v.Leonhards Zeitschr. <828. S. 805 .
Wir werfen noch einen Blick auf die Lokalitäten/ inwelchen die Metalle und Erze vorkommen. Die Gängebehaupten hierunter wohl den ersten Rang. Sie sind Klüfte/Spalten oder Risse in verschiedenen Gesteinen/ welche sich aufgrößere oder geringere/ meist unbekannte Länge und Tiefe er-strecken/ und von Mineralsubstanzen erfüllt werde»/ die von deneinschließenden GebirgSarten nwhr oder weniger verschieden sind.Nach den Neptunisten waren die Gänge offene/ leere Spalten/ meistvon Einsenkungcn der Felsmaffen herrührend/ welche durch wäß-rige Auflösungen theils von oben her/ theils auch durch innereKanäle oder Einseihungen quer durch die Masse ausgefüllt wur-den. Nach den Vulfanisten wären die Spalten beim gewaltsamenEmporheben der FclSlagen entstanden/ und das Gangmaterialwurde feurig flüßig oder durch Sublimation von unten her ein-getrieben. Nach einer dritten Meinung/ welche indeß nichts er-klärt/ wären die Gangformationen gleichzeitig mit den Gcstein-maffen/ und spätere Katastrophen/ welche Risse und Spalten ver-ursachten/ oder Stoffe in selbe führten/ hätten nicht statt gefun-den. In neuester Zeit haben sich Philipps und Taylor wiedermit der Genesis der G. beschäftigt/ und ihre Ansichten in denVersamml. d. britt. Geseüsch. für Beförd. d. Wiffcnsch. t 83 ä und35 mitgetheilt. Die G. in England (wie auch in Mexiko) habendie Hauptrichtung von O. n. W. Die Meinung/ daß die Elek-trizität auf die Anordnung der Metallgänge influenzirt habe/ ge-winnt mehrere Bestättigung. Ueber die Beziehungen zwischen denG. und den Elevationslinien/ dann zwischen den letzter» und denisodynamischen Linien des Erdmagnetismus/ hatChristie berichtet.—Die Mächtigkeit der G. wechselt oft auf demselben G. von eini-gen Zollen bis zu mehrern Klaftern; (die Beta madre zu Gua-naxuato in Mexiko ist < 54 -< 68 ^ mächtig) in weichen Gesteinenwerden sie oft „verdrückt"/ d. h. zu kaum sichtbaren Klüften/ und thunsich (erweitern sich) erst in festen Lagen wieder auf. Man kenntGänge von L— 5 Meilen Länge. Das wahre Untere/ das „Tiefste"ist vielleicht noch bei keinem G. ermittelt/ obwohl manche schon
28