Vom eigenthüuil. Leben d. Erde u. dessen verschied. Aeusserung. HA?
findet nur statt, wenn sie fortwährend von einem bestimm»ten Standpunkte aus betrachtet werden, während sie imGrossen und Ganzen alle zugleich vorhanden sind, und inrythmischer Folge stets nur Ort und Zeit wechseln. DiesesVerhältniß allein, wenn auch keine andern bekannt wären,würde Denjenigen genügen, die Erde für einen Organis-mus zu halten, welche das in Rythmus und Metamorphosebegründete tiefere Wesen eines solchen begriffen haben. —Die Gravitation ist, wie S. L72 dargestellt wurde, durchauskein mechanischer, sondern ein rein geistiger, ein Lebensakt.Wie sie die Erde mit der Sonne verbindet, so fesselt sie auchden Mond an die Erde, Ob er nur hiedurch und durch dieBeleuchtungsverhältnisse, oder auch durch Einflüsse auf dieAtmosphäre, auf das Wachsthum der Erdorganismen rc. wiees wahrscheinlich ist, mit der Erde in Verbindung trete,wird die Zukunft entscheiden. Daß Kometen und auch Meteorku-geln von bedeutender Größe bei starker Annäherung nicht ohneEinfluß auf das Leben der Erde sein werden, Aenderungenin den gegenseitigen Spannungsverhältnissen der Elektrizitätund des Magnetismus, stürmische Bewegungen in Luft undMeer, Aufregen der vulkanischen Thätigkeit, Schwankungenin der Mischung der Lust bewirken werden, ist u xrioi-i ge-wiß. So partizipirt die Erde, ihr eigenes besonderes Lebenbewahrend, doch vom Leben des Universums. Nur im Ganzenund durch das Ganze ist Fortdauer des Lebens möglich; dasJsolirte stirbt. — Was das Leben der Erde in sich selbst be-trifft, so zeigt sie sich einmal als ein elektromagnetischerKörper. Der Magnetismus der Erde möchte auf einem le-bendigen Wechselverkehr der Sonne und Erde beruhen.Da die Deklinationsveränderungen auch in den größten Tie-fen erfolgen, wo weder Sonnenlicht noch Sonnenwärme hin-bringt, so scheint er nicht bloß dem Luftkreise, sondern vor-züglich dem festen Erdkörper anzugehören. Mit dem Erd-magnetismus dürften, wie man jetzt anzunehmen anfängt,die Polarlichter (Nord- und Südlicht) in naher Beziehungstehen. Dann wurde schon früher der Wechselwirkung ge-dacht, in welche die einzelnen Erborg ane, die Atmosphäre,