Vomeigenthüml. Leben d. Erden, dessen verschied. Aeusserung. HZ 1
noch andere/ weniger haltbare chemische Hypothesen zur Erklä-rung des Vulkanismus und der Erdbeben. Kefcrstein will sogardie Lava nicht einmal als geschmolzenes Produkt gelten lassen/läugnet überhaupt das Dasein besonderer Hitze im vulk. Hcerd/und sieht die Lava und andere derlei Gesteine durch eine ArtGährungSprozeß aus neptunischen Giraten entstanden an/ der inder Erde selbst seinen Sitz habe/ jedoch durch die Sonne und sich starknä-hernde Kometen besonders aufgeregt werde. (i. a. W. Bd. 2 . S. täo ff.)
Die hohen/ oft wochenlang aus dem Krater aufsteigendenFeuersäulen/ die stets den großen vulk. Regengüssen vorhergehe»/sind wohl nichts anders als brennendes WasscrstoffgaS. Der ausweiter Ferne hörbare Wiederhat! des unterirdischen Donnersmöchte für das Dasein großer Höhlen in der Nähe der V./ namentlichum den Vesuv sprechen. Diese verbinden sich ohne Zweifel mitdem Innern seiner Solfatara / welche nur raucht und Schwefelsublimirt/ sobald der V. schweigt; aber ruht/ und in deren Schlotdann ein nicderstctgender Luftstrom hinabsteigt/ wenn der Berg inAufregung kömmt. Verbindung mit der Lust ist überhaupt un-umgängliche Bedingung für die Thätigkeit der Vulkane; sonst hieltman auch Wasser hicfür nothwendig/ da die meisten Vulkanewirklich am Rande der Kontinente oder auf Inseln liegen; dieEntdeckung von Fcuerbergen in Ccntralasien hat jedoch diesesGesetz beschränkt. — Da§ in den thätigen V. vorkommende Eisen-oxyd ist wohl aus dem flüchtigen sublimirten Chloreiscn durchZersetzung mittelst Wasscrdämpfen entstanden; der Salmiak durchZersetzung von stickstoffhaltigem Bitumen/ und Zutritt von Salz-säure; das kohlensaure Gas theils durch Einwirkung von Wasserauf erhitzte Kalksteine/ theils durch Aufeinanderwirkung von heißemWasser/ Kieselerde oder Bisilicaten und kohlens. Kalk; der Schwe-fel wenigstens zum Theil aus Zersetzung der Schwefelmetalle. —Man kann nicht läugnen/ daß durch Annahme eines Ccntral-feucrS die vulk. Erscheinungen und die mit ihnen gewiß eng ver-bundenen Erdbeben einfach erklärt werden/ und als Folge derWechselwirkung zwischen dem feurigen Erdkern und der Atmo-sphäre erscheinen / welche die äußere/ erkaltete / oxydirte/ verhär-tete Rinde umgiebt. Die schmelzenden Metalle des Innern wer-den bei Zutritt von Wasser und Luft durch eine niedersetzendeSpalte/ oxydirt und ihre Sulphurete zersetzt; hierauf durch die sichentwickelnden elastischen Dämpfe herausgedrückt/ als Lava/ Steine/Blöcke herausgeschleudert/ während jene/ zum Theil glühend indie Luft ausströmen. Die in der Nähe der Vulkane und der gra- ,»irischen Gesteine so zahlreichen heißen Quellen dienen als Stützedieser Erklärung. — Wenn wir nun auch das Dasein einer Cen-tralwärme für höchst wahrscheinlich/ und für ziemlich erwiesen