Entstehung ».Bildung/ Veränderung.».Zukunft-.Erde.
darin» einverstanden/ daß auch die Wafferströmungen/ welche imGrunde der Thäler mit reissender Gewalt an die Fclsenwändeschlagen/ gar keine Veränderung im festen Gestein/ das nichtweichere Theile einschließt/ oder durch Frost/ Witterung/ Säu-ren angegriffen ist/ hervorbringen; eben so wenig die großenStröme/ welche öfters durch Felsenwände auf's äusserste eingeengtwerden. Nur mit Hülfe von Steinen/ Blöcken rc. vermögen Ge-wässer feste Felsenwände abzureiben und Furchen in sie zu graben.Die großen Ströme haben wegen ihrer langsamen Bewegung/doch nur geringe fortschaffende Kraft/ und vermögen auch kleineGeschiebe nicht mehr wegzuführen. Sie wühlen also nicht ihrBett aus/ sondern erhöhen es vielmehr. Die gewaltigste Bewe-gungskraft unter den heutigen Gewässern hat das Meer/ indemes die stärksten Dämme zerstört/ und ungeheure Steinmassen mitfortreißt. Ihre Oberfläche anzugreifen vermag es aber auchnur / wenn es Sand oder Geschiebe führt; im entgegengesetztenFalle erzeugen sich/ auch an stets von den Fluthen gepeitschten Stel-len zarte Waffergewächse. Für sich allein vermag auch das M.nur Thon - und Kalkmergel/ Kreideufer/ oder zwar feste/ aberdoch zerklüftete oder verwitterte Gesteine zu zerstören. Die Meeres-ströme vermögen eben so wenig die Felsen auszufurchen/ als die Strö-me des Landes- Weil entfernt/ daß die heutigen Wasser alsoim Stande gewesen wären / Thäler zu bilden/ beschränkt sich ihreWirkung vielmehr darauf/ sie auszufüllen/ die Oberfläche derErde gleich zu machen/ Anschwemmungen/ Ablagerungen aus denverschiedensten Stoffen an den Ufern und der Mündung zu bil-den. (Cuvier-Nöggerath Bd. 2. S. äs—72. S. 78 .) — Die At-mosphäre arbeitet den Gewässern in der Zerstörung der Erdfestevor. Die Hydrometeore peitschen vom Sturme getrieben dienackten Felsenwände/ dringen in die Ritzen ei»/ und werden inder Zerstörung durch den Frost unterstützt/ der das eingeschlosseneWasser gefrieren macht/ und dadurch die Gesteine zersprengt/ sowie durch die Pflanzenwelt/ welche ihre Wurzeln in die Spaltendes Gesteins treibt. Abwechselnd der Kälte und Hitze/ der Feuch-tigkeit und Trockenheit ausgesetzt/ verwittern im Lauf der Jahr-tausende endlich die härtesten Gesteine. So erscheinen Meer/ Luftund Süßwässer gegen die Erdfeste verbündet; sie arbeiten daranzu nivelliren/ was die unterirdische Kraft über die Fläche er-hoben hat.
Dünen bilden sich durch Aufhäufungen des Sandes an flachenMeeresküsten/ unter Beihülfe des Windes. Sie sind häusigan den französischen/ holländischen und deutschen Küsten; stellenmanchmal Hügelreihen dar/ die bis auf eo<v Höhe erreichen/ undkleine Thäler einschließe»/ in welchen sich Pfützen von Regen«