Von d. Stoff, u den an ihnen erscheinend, allgem. Kräften. AN
auf. Einige sind flüssig, die andern kommen in Krystallen vor, oderkönnen doch krystaüisiren; die Mehrzahl schmeckr dilter und reagirtalkalisch. Alle cnrhalten Stickstoff, ncutralisiren die Säuren undbilden mir ihnen krystallisirdarc Salze. Die wichtig»-,i dieser vege-tabilischen Basen sind Morphin, Cod<sin, Narcoiin, ThebäM, sämmt-lich im cingeirockneten Milchsaft des orienialischen Mohn's, nämlichim Opium, sich findend, dessen narkotische Eigenschaft hauptsächlichvom Morphin abhängt; das mit Gerbsäure und Chinasäure in denChinarinden vorkommende Chinin (dessen kryllaünnökre Sülze sehrbitter schmecken) und Cincdomn; das in den Krähenaugen (Fruchtvon Nll» vomier») enthaltene Strychnin und Bruein, die
wie ihre Salze sehr bitter schmecken und höchst giftig sind, das inder Wurzel vo» »Eum -»Umm und im Sabadillsamen vorkommendeVeratrin; das in ganz geringer Menge Erbrechen bewirkende, in derWurzel der Ipecacuanha vorkommende Emetin; das giftige in derBelladonna sich findende, in sehr schwachen Dosen Erweiterung derPupille bewirkende Airopin; das beläubeude, scharfe, höchst giftigeConi>n aus dem Schierling u. a.
3 ) Die zahlreichste Abtheilung bilden die sogenannten indtffe«renken Stoffe. Sle haben nicht den stark ausgesprochenen saurenoder basischen Charakter der beiden vorigen Abtheilungen, aber dochkönnen fast alle Verbindungen eingehen und lassen stch als schwacheSäuren betrachten. Einige von ihnen kommen in erstaunlicher Ver-breitung vor und mache» die allgemeinen nähern Bestandtheile derPstanzen aus. — So die Stärke, das Amylum, welche sich ingrößter Menge in den Getreidesamen, in den Kartoffeln, im Mark derSagopalme, in den Wurzeln von l->nii>K»>l->,>iI>oi,findet, in deren ZelleneS in Form mikroskopischer, weißer, glänzender, durchsichtiger Kügel-chen abgesetzt wird. Man gewinnt die Stärke durch Zerdrücken undAuswaschen der Körner oder Knollen; sie wird durch Jod tief blaugefärbt und vereinigt sich mit Basen. DaS Arrowroot aus der Wur-zel von klsrsntL Liunäillimes ist auch Stärke. Varietäten der gewöhn-lichen Stärke sind das Jnulin und die namentlich im isländischenMoos vorkommende MooSitärke.—Ein zweiter indifferenter Stoff istdas Gummi; es fließt aus manchen Bäumen von selbst aus; z. B-das arabische Gummi aus Kcscia ver-, das Kirsch- und Pflaumen-gummi aus unsern Obstbäumen, — erhärtet zu durchsichtigen Massen,ist ganz unkrysiallisirbar, im Wasser nach allen Verhältnissen löslichund vereinigt sich mir Basen. Das sogenannte Stärkcgummi, oberDextrin entsteht durch Erhitzen der Stärke bis zu 200°.—Der P fl an-zenschleim kommt sehr verbreitet in einem der Auflösung ähnli«liehen Zustande vor, ist geruch- und geschmacklos, getrocknet farblosoder gelblich durchscheinend, hart, kommt in den Pflanzen mitGummi und Stärke gemischt vor. Der Tragant z. B>, weicher aus