Band 
IV. oder Supplementband.
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Zweites Buch.

kitrsgaius crcticu, ausfließl, der Salep in den Knollen der Orchideenist Gummi- und Stärkehaltiger Schleim.—DaS Pekrin findet fichhäufig im Safte fleischiger Früchte und Wurzeln, macht dieseSäfte beim Einkochen mit Zucker gerinnen, und stellt eine farblose,schwach sauer reagirende Gallerte vor.—Die beiden Zuckerarten,Rohr- und Traubenzucker, haben als Merkmale den süßen Geschmackund daS Vermögen, in Berührung mit Gäbrungsüoff in Kohlen-säure und Alkohol zu zerfallen. Der Rohrzucker findet sich im Saftedes Zuckerrohres, der Runkelrüben, des Zuckerahorns, krystallifirtleicht (wo er dann 5,g Proz. das Wasser enth.) löst fich imWaffer nachallen Verhältnissen auf, schmilzt bei 100°, Verbinder fich mir denSalzbasen. Der Traubenzucker »n Safte vieler süßen Früchte, z B.der Trauben, Pflaumen, Feigen, dann im Honig, schmeckt viel weni-ger süß, als der Rohrzucker, löst fich im Wasser minder leicht undlangsamer auf, schmilzt bei i0»°. Kocht man den Rohrzucker mitverdünnter Schwefelsäure oder mir Salzsäure, so wird er zuerst inTraubenzucker, dann in Huminsäurc verwandelt; kocht man Stärkemir Wasser und Schwefelsäure, so verwandelt fie fich zuerst inGummi, dann in Traubenzucker, welch« Verwandlung aus der Assi-milation der Elemente von, Wasser beruht. Traubenzucker entstehtauch in großer Menge bei der Krankheit, die man Diabetes nennt,im Harn. Gummi, Stärke, Zucker find ganz nahe verwandte, leichtin einander übergehende Verbindungen — P fianzcnl cim findetfich besonders in den Gelreideartcn und Hülsenfrüchten, ist getrock-net bräunlichgelb, durchscheinend, zäh, unlöslich im Wasser, aberlöslich im Alkohol, Essigsäure, kaustischen Kali und enthält Stick-stoff. Er begleitet meist das ebenfalls sehr verbreitete Pflanzen ci-weiß, welches fich in allen in der Wärme gerinnenden Pffanzensäftenund den ölhaltigen, emulfionbildenden Samen findet. ES gleicht inZusammensetzung und Verhalten dem thierischen Eiweiß, enthältt« Prozent Stickstoff; bei gelinder Wärme vertrocknet, stellt es einegelbliche, gummiähnliche Masse dar, die fich im Wasser wieder löst.BiS zu 7ü°crbiyt, oder mit Säuren behandelt, geht es in «inencoagulirten Zustand über und wird im Wasser unlöslich. — Pflan-zenfette kommen sehr allgemein in den Samen vor, und gleichensehr den Thierfelten, find theils flüssig, theils fest, meist durchfremde Beimischungen geldlich gefärbt, schmeckend, riechen?, schwim-men im Wasser, find in demselben (die meisten auch im Alkohol)unauflöslich, trocknen zum Theil an der Luft ein, während anderenie trocknen, sondern nur dicker und durch Säure ranzig werden.Sie verflüchtigen fich nicht, und kochen bei ungefävr 300 <>. JedeSPflanzenfelt besteht wieder aus mehreren besondern fetten Körpern;die häufigsten dieser find das wachSartige, durchscheinende Stearin,(in den thierischen Talgarten und der Cacaobutter,) das diesem sehr