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Zweites Buch.
fließend, so den Terpentin darstellend; wird dieser destillirt, so gehtdas Terpentinöl über, und das als Colopbonium bekannte Harzbleibt zurück; eS ist gelbbraun, durchscheinend, schmelzbar, spröde,löst sich in Alkohol, Aether und Oelen leicht auf, und besteht wiederaus zwei Harzen, die man Alphaharz und Betaharz nennt- Dersogenannte Copsivapalsam, aus Einschnitten der Capaiferabäume inBrasilien ausfließend, besteht aus dem aromatisch riechenden Copai-vaöl und Copaivaharz; letzteres gleicht in Zusammensetzung sehr denColophonharzen; alle drei bestehen beinahe aus 8ü Prozent Kohlen-stoff, tO Wasserstoff, <o Sauerstoff Andere Harze sind das indischeElemiharz, das in der Birkenrinde rorkommende Belulin , der Covalaus West- und Ostindischen Bäumen, der Mastix von IHstacia l-eniiscu,in Griechenland, das Gummilack, durch den Stich gewisser Schild-läuse auf ostindischen Bäumen entstehend, Bcnzo« aus einem Baumeauf Sumatra, Kaulschouk, nach Einschnitten aus mehreren südame-rikanischen Bäumen als Milchsaft ausfließend, der dann eintrocknet,durch seine Elastizität ausgezeichnet, in Alkohol nicht, wohl aberin Aether und einigen flüchtigen Oelen löslich, keinen Sauerstoffenthaltend; der Bernstein, Harz eines vorwclilichen Baumes, schmelz-bar, aber sich unter der Verflüchtigung der in ihm enthaltenenBernsteinsäure zersetzend; die Gummiharze, in der Medizin wichtig,Gemenge von Harzen und flüchtigen Oelen; solche sind Ammonia«eum, Asa foetida, Galbanum, Gummigurt, Myrrhe, Opium rc- —Die Chlorophyll-Kügelchen, welche die grüne Farbe der Pflanzenhervorbringen, schwimmen in deren Zellen; ihr färbendes Prinziplöst sich im Aether auf und heißt Chl or o p hyll. ES stellt einebläulich grüne, nicht schmelzbare Masse dar, ist im Wasser unlöslich,in Alkohol, Aether, konzentrirter Schwefel- und Salzsäure löslich,und wird im Sonnenlichte gelb. Es dürfte mit dem Xankhophyll,dem färbenden Stoff der gelben Blätter im Herbst, einem Mittel-ding zwischen Harz und Fett identisch sein.—DaS Holz entsteht durchAblagerung fester Substanzen in den Pflanzenzellen, wodurch dieseausgefüllt werden. Die Holz- oder härtere Pflanzenfaser, daSLignin,kann nun nach der Art jener Substanzen eine verschiedene chemischeKonstitution haben; eS scheint ein anderer Stoff zu sein, als der,welcher die Zellenwände bildet. Baumwolle, Hollundermark, dasFletsch der Früchte und Wurzeln besteht blos aus Zellensubstanzohne Lignin; dieses macht die Hauptmasse der Hölzer, des Flachse»,HanfeS, Strohes, der Leinwand rc- aus, und soll aus ss ProzentKohlenstoff, 4g Wasserstoff und 20 Sauerstoff bestehen. Durch Zu-sammenreiben mit konzentrirter Schwefelsäure kann man aus alleneben genannten Pflanzensubstanzen Gummi und eine Ligninun-terschwefelsäure erhalten. Löst man Rinden, besonders Kork inheißer Schwefelsäure auf, so erhält man Korksäure; verschiedene