Band 
IV. oder Supplementband.
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Organische Verbindungen.

ähnliche Margarin (in den Schmälerten des TbierreichS, im Palm-öl/ Lorbeeröl/ der Muökatbutter) und des farblosen/ flüssigen Elain(im Olivenöl/ Mandel-/ Nüböl) und Olein (in Leinsaamen, Wall«nußkernen/ Hanf/ Mohn). Seltener vorkommende / einfache Fett-körper find: Elaidin, Ricinöl, Crotonöl/ Cerin (Hauptbestandtheildes Bienen- und Pflanzenwachses), Butyrin (mit Stearin undElain die Butter bildend), Cetin. Läßt man starke Salzbasen/namentlich Alkalien auf die Butter wirken/ so zerfällt jedes einfacheFett in zwei neue Körper: das in allen Fettarten gleiche Glycerin,und eine in jedem Fett eigenthümliche Saure (also Stearinsäure,Margarinsäurc, Elainsäure rc ), welche sich mit der Basis verbindet-Concentrirte Schwefelsäure wirkt auf die fetten Körper, wie dieAlkalien ein / zulegt sie in Glycerin und fette Säuren, — aber dieZusammensetzung dieser letztem wird so verändert, daß aus dengenannten Stoffen nicht die gewöhnlichen, ihnen entsprechendenSäuren, sondern aus jedem mehrere neue fette Säuren erzeugtwerden. Salpetersäure, auf Elainsüure wirkend, erzeugt zahlreicheneue, nicht mehr fette, aber krystallisicbare Säuren. Erhitzt mandie einfachen Fette bis zum Sieden, so zerfallen sie in fette Säuren,und unangenehm empyreumansch riechende Substanzen, vermuthlichdurch Zerstörung des Glycerins. — Die flüchtigen Oeie findensich in sehr verschiedenen Theilen der riechenden Pflanzen, meist ingeringer Menge, sind tbeils gelbe Flüssigkeiten, theils feste Körper,von starkem Geruch, brennendem Geschmack, fühle» sich nicht fettigan, schwimmen meist auf Wasser und sieden gewöhnlich bei ibo».Sie sind im Wasser wenig, in Alkohol leicht löslich, verbrennen mitFlamme und verwandeln sich durch Vcrtrocknung an der Luft, wobeisie viel Sauerstoff aufnehmen, in eine Act Harze. Flüchtige Oeleohne Sauerstoff sind das Terpentinöl, Citronenöl, Wachholderöl rc.solche mit Sauerstoff der Kampher, das Zimmetöl, Gewürznelkenöl,AnjSöl, Lavendelöl. Rosenöl rc. — Harze kommen in den verschie-densten Pflanzentheilcn sehr verbreitet vor, und fließen, mit flüch,tigen Oclen verbunden, meist aus Bäumen aus, sind roh nie krystal-lisier, meist getropft, gelb oder braun von Farbe, durchscheinend,spröde, auf dem Bruch glänzend, bisweilen schwach riechend oderschmeckend, gereinigt farblos und dann zum Theil krystallisirbar.Sie schmelzen und brennen, sind unlöslich im Wasser, löslich inAlkohol, Aciher, flüchtigen Oelen. Jedes natürlich vorkommendeHarz ist aus mehreren einfachen Harzen zusammengesetzt, und kannin diese zerlegt werden. Die Mehrzahl der Harze sind schwacheSäuren und verbinden sich mit Basen, ohne ihre eigene Zusammen-setzung zu verändern. Wichtige, zugleich näher bekannte Harze sinddas Colophon oder Pinusharz, aus verschiedenen Spczies derSipve nach Einschnitten in Verbindung mit Terpentinöl aus-

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