Organisch« Verbindungen. 33
Wassersucht erzeugte Flüssigkeit, das Fruchtwasser, das Wasser inden Hydatidcn enthüll Albumin und die Salze des FleischcxtraktS,ist aber alkalisch von Natronkarbonat oder N—Albuminat. — ImNasenschleim finden sich ss Proz. Wasser, 5 Pro; Schleim, sehrwenig Albumin und die gewöhnlichen Salze; er löst sich im Wassernicht, quillt aber darin auf; kaustisches Kali löst ihn auf; er ent-hält Stickstoff. — Der Eiter enthält etwa 88 Pro; Wasser und«4 Pro;, feste Bestandtheile; er gerinnt denn Erhitzen und durchAlkohol; die festen Theile bestehen aus zweierlei alduminarkigenKörpern, mehreren Fettarten, darunter Cbolesterin, den gewöhnlichenSalzen Und unbestimmten exleaktartigen Stoffen. Die in der Eiter-flüssigkeit schwimmenden Korperchen bestehen aus einem albuminar»tigcn, dem Globulin sehr ähnlichen Körper; Essigsäure löst sie (mitAusnahme ihrer Kerne) auf; die Eiterflüssigkeit enthält Albuminund meist auch das noch wenig gekannte Pyin. Schleim wird durchkaustisches Kali dünner und gerinnt durch Essigsäure; Eiter wirddurch Aetzkali schlnmig, gallertartig, dick, und bildet mit Essig-säure eine Emulsion. — Das Ohrenschmalz enthält ein weichesFett, Albumin, eine gelbe, sehr bittere und noch eine eigenthümlicheSubstanz, dann die gewöhnlichen extraktartigen Materien und Salze,alles emulsionsartig verbunden. — Die Milch besteht aus lv bis13 Proz. fester Bestandtheile und 87—so Pro;. Wasser; sie ist charak-terisirt durch Fett, welches in Kügelchen im Milchserum schwimmt,durch Casein und Milchzucker, die in ihm aufgelöst sind; dann ent-hält sie noch die gewöhnlichen extraktart. Thierstoffe und Salze, beson-ders Milchsäure und Milchsäure Salze. Die in der Milchflüssigkeitschwimmenden mikroskopischen Fettkügelchen sind wahrscheinlich miteiner das Fett einschließenden Hülle von Casein umgeben. Nach derNahrung verhält sich die Milch schwach sauer oder schwach alkalisch;sie gerinnt durch Säuren, freiwillige Säurung und durch das sog.Lab oder die Schleimhaut des Kälbermagens; beim Abdampfenerzeugt sich auf ihr eine Haut von geronnenem Casein. Die ersteMilch der Wöchnerinnen (colvstrum) ist reicher an festen Bestandtheilen,als die gewöhnliche. Der Rahm besteht aus den an der Oberflächesich sammelnden spez. leichteren Milchkügelchen, deren Hüllen beimButtern zerstört werden, während der Inhalt zu Fettklümpchen zu-sammenkltbend, die Butter bildet, die bei etwa 32° schmilzt. Siebesteht auS Margarin, Elayn und Butyrin; letzteres liefert bei derVerseifung dreierlei flüchtige Säuren, besteht daher wahrscheinlichaus Glycerin und drei verschiedenen einfachen Fetten. Das Caseinbefindet sich entweder nur im Milchserum aufgelöst oder eS bestehenauch die Hüllen der Milchkügelchen aus ihm. Das Casein ist demAlbumin und Fibrin sehr ähnlich und kommt ebenfalls in ungeron«nenem wie im geronnenem Zustande vor. Getrocknet ist es gelblich,