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Anhang zum sechsten Buche.
Entstehen des BluteS/ der Gefässe rc. Ein, wie «S scheint, gan;allgemeines Phänomen, von dem im 5. Hauptstck. des 8. Buchesnäher gehandelt wird, ist die sogen. Furchung oder Zerklüftung derDotterkngel, an und aus welcher sich der »hier. Embryo bilden soll-Vor Erscheinen desselben zeigen sich nämlich auf der Dotterkugelimmer zahlreicher werdende Furchen, welche endlich die ganze Dotter,maffe in immer kleinere und zahlreichere Kügelchen, sogen. Mutkerzcllen,zerklüften, aus welchen sich dann der Embryo bildet. Man hat über die«sen merkwürdigen Hergang verschiedene Ansichten; die hauptsächlichsteDifferenz derselben besteht darin, l) diese Zerspaltung als die Ein-leitung zur Zellenbildung anzusehen, die endlich entstandenen kleinstenDottermassen als Material« zu den Zellen, oder 2 ) sie selbst schon al-Zellen zu betrachten, die, zuvor ineinander eingeschachtelt, allmäligauseinander hervorgehen. — Die Umwandlungen der (lhier) ZellenAnd nach den Gebilden, welche sie darstellen sollen, höchst verschieden.Nach Heule behalten sie dabei ihre Seldsiständigkeil, bleiben isolirt,oder sie geben diese auf. Im erster» Fall bleiben die Zellen isolirt' und theilen sich auch nicht, aber sie ändern Form und Inhalt. Siewachsen fort und nehmen oft durch gegenseitigen Druck aufeinanderunregelmäßige oder auch sehr regelmäßige Formen an, platten sichab, wodurch wie im sogen. Pstasterepithelium Plättcben und Schupp,chen entstehen, oder sie werden durch einseitiges Wachsthum keil-förmig, cylindrtsch rc. oder schicken Fortsätze aus (z. B die Wim-pcrn des FlimmerepitheliumS); ihre Wände verdicken sich durchAblagerung von Substanz, entweder an allen Stellen (oft bis zurgänzlichen Ausfüllung der Höhle) oder nur in Streifen (Spiral,zellen der Pflanzen); bei vielen Pflanzen (nach Henle auch in denkalkführenden Kanälchen der Knochen und den Knorpelzellen desKehldeckels) bilden sich in der verdickten Zellenwand cylindrischcKanäle, sogen. Tüpfel, und Porenkanäle, die, von der Zellenhöhleausgehend, in der Wand blind endigen; man sieht sie bei den Nadel»hölzern, im Holz der Eiche rc. sehr deutlich. Eine eigene Bildungstellen Henle's sogen, kompliziere Zellen vor; ausgebildete, in einerweichen Masse vergrabene Zellen, z. B. Ganglienkugeln des Nerven»systemS umgeben sich mittelst Anziehung mit einer Schicht dieser Maffe,die selbst wieder mit zellenartigcr Membran umgeben werden kann,so daß die ursprünglichen Zellen in den neuen Gebilden wie Zellen,kerne stecken. Muskelfasern, Nervenfasern und Haare entstehen nachHenle durch Aneinanderreihung solcher komplizirten Zellen; die ur-sprünglichcn ihnen zu Grunde liegenden stellen noch die Axe jenerGebilde dar. — Zellen können, wie bemerkt, zu soliden Körperchenwerden (so die Holzzellen, Pigmentkörnchen); ihr flüssiger Inhaltkann sich verändern, allerhand Absonderungen absetzen; die Zellenkerneverschwinden oft oder bilden sich zu sogen. Kernfasern um; andere