Band 
IV. oder Supplementband.
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Anhang zum sechsten Buch.

schwindet nach Schleiden und Schwan» fast immer der Zeüenkernmit vollendeter Entwicklung der Zelle durch Resorption, und nunbeginnen sekundäre Ablagerungen in der Zelle; nach Henle aber ver-mögen die thier. Cytoblagen sich in (in Essigsäure unauflösliche) sogen.Kernfasern umzuwandeln. Diese entstehen nämlich durch Verschwel-zung verlängerter Zellenkerne, die in diesem Fall außen auf denZellen liegen; die Kerne werden zuerst eiförmig, dann fortwährendlänger und schmäler, endlich zu dünnen, dunkeln, geraden, gekrümmtenoder geschlängelten Streifen, wobei die Kernkörperchen verschwinden.Werden diese Streifen nicht resorbirt, waS noch manchmal geschieht,so verbinden sie sich untereinander durch ausgesendete Fäden, wobann zuletzt jeder Zellenfaser oder jedem Bündel von Zcllenfibrilleneine solche Kernfaser zukömmt. Ucberblickt man die VerwandlungendeS ZellenkernS, so bestehen sie darin, daß er zuerst noch mit derZelle wächst und sich abplattet, später aber im Wachsthum zurück-bleibt Und dann unverändert fortbesteht, oder wie in den Zellen(Körperchen) des Blutes, der Oberhautbildungen, den Fett- undKnorpelzellen, Linsen- und Schmelzfasern sich auflöst oder sich end-lieh zu Kernfasccn umwandelt, wobei öfters auch der Kerninhallchemisch verändert wird. — Das Leben der Elemcntarzcllen istein zum Theile auf sich selbst gewendetes, zum Theile ein mit demOrganismus verschlungenes. In Rücksicht auf das erstere unter-scheidet Sckwann wieder plastische undmetabolischc Kraft der Zellen.Vermöge der plastischen Kraft ziehen die Zellen aus dem Cytoblastcm nachihrer innern Beschaffenheit und mit Auswahl nur für ihre Eigen-thümlichkcit passende Stoffe an, so daß hienach aus demselben Cyto-blastem sich sehr verschiedene Zellen bilden können; vermöge dermekabolischen ändern sie die aufgenommenen Stoffe chemisch um. Inmanchen Pflanzenzellen (am bekanntesten ist dieses von cb->rs) siehtman die, Rotation genannte Bewegung des PflanzensafteS; in «hie-rischen Zellen ist bis jetzt kein solcher Kreislauf des Saftes beobachtetworden, wenn man den verwandten Fall der von Nemak im Meso-gastrium der Frösche beobachteten parasitischen Blasen auSnimmt,wo an der innern Fläche der Blasen Wimpern sitzen, durch derenSchwingung der körnige Inhalt in verschiedener Richtung bewegtwird; —dann die von Barry im Fruchthälter der Kaninchen beobach-tctcn, einen sich beständig drehenden Körper einschließenden Bläschen.Die Bewegung der Wimperchen an den Schleimhäuten will maneiner Thätigkeit der Zellen zuschreiben, an welchen die Wimpernsitzen, da sie in den isolirten Zellen noch lange fortwährt. Ein imThiecreiche sehr allgemeines Phänomen ist die Drehung des Ovulum'Smittelst Wimpern. — Einiges die Lehre von den Geweben und dieZcüenverhältnisse speziell bei Pflanzen oder bei Thieren Angehendewird noch in den Zusätzen zum 3. Hauptst. des 7. und 8. Buches