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Vegetab. gellt» und Gewebe.
berühren können ; das daraus hervorgegangene Gewebe heißt meren-chymatischeS oder Merenchym. Parenchym ober parenchymat. Gewebeist aus sich drückenden Zellen gebildet/ deren Wände von einer un-bestimmten Zahl von Flächen begrenzt sind. Auch bei dieser Aneinander-lagerung der Zellen bleiben immer noch an den Kanten und Eckenabgerundete Stellen übrig, an wel ken steh die Zellen nicht berühren;dadurch entstehen Zwischenräume im Gewebe. Langestreckt heißendie Zellen, wenn ihr mit der Längenaxe der Pflanze k-rresponrirenderDurchmesser sehr überwiegt, plattgedrückt oder tafelförmig, wennder Breitendurchmesser größer ist; drücken steh langgestreckte Zellen,so werden st« prismatisch, im Gegcnfalle bleiben ste rund. Sindalle diese Zellen von entsprechenden geometrischen Flächen begrenzt,so beißen ste regelmäßig und bilden das regelmäßige Zellgewebe;unregelmäßige Zellen entstehen, indem steh die ursprüngliche Kugel-form nach verschiedenen Richtungen unsymmetrisch ausdehnt. Zellenkönnen sich vielfach ausbuchten oder auch bedeutend lange Fortsätzeaussenden, in letzterem Fall werden ste sternförmig, oder endlichkönnen ste sich verzweigen. Das sogen, verfilzte Gewebe der Flechtenund Pilze besteht aus oft sehr unregelmäßig untereinander verbun-denen langgestreckten und verzweigten Zellen. Die Zellenwand iüursprünglich eine dünne, ganz gleichartige, wasserhelle, aus 24 At.Kohlenst., 20 Wasserst., >0 Säuerst, gebildete Membran; Ungerglaubt an eine Zusammensetzung derselben aus spiralig aneinander-gereihten Molekülen, welche wir aber nicht mehr zu unterscheidenvermögen; in manchen Pflanzen oder Pflanzcntheilen ist die Zcll-Membran braun, roth, gelb, grün gefärbt. Die Ausdehnung derZellhaut erfolgt wahrscheinlich durch ZntuSsuSzeption neuer Moleküle;ihr« Verdickung durch Ablagerung neuer Schickten, oft in der Zahlvon 20—30, so daß das Lumen der Zelle fast verschwindet; solcheZellen stellen dann die sogen. Holzfasern dar oder die steinigen Concrc-ment« in Birnen, vielen Baumrinden. Diese später abgelag. Schich-ten find chemisch von der ursprüngl. Zellmembran verschieden, bestehenaus 35 At. Kohlenst., 24 Wasserst., iv Säuerst., und find daher auchanderer Umwandlungen durch Reagentien fähig. Dickwandige Zellenfind oft sehr hark durch Aufnahme von Kiesel- oder Kalkerde, Thon-erde, Talkerde, Eisen- oder Manganoxyd. Die Ablagerung der neuenSchichten auf der Zcllwand erfolgt an allen Punkten gleichförmig oderungleichförmig, so daß im letzt. Falle dünnere, durchstchtigere Stellenbleiben, welchePoren zu sein scheincn; von solchen verdünnten Stel-len, Tüpfeln, führt dann ein gerader oder gewundener Kanal in dasLumen der Zelle. Sogen, netzförmige Zellen entstehen, wenn jeneTüpfel sehr zahlreich und groß sind; Spiralfaserzellen, wenn diedünner bleibenden Stellen streifenartig und parallel verlaufen; dieverdünnten Streifen und die Tüpfel erleichtern den Durchgang der