240 Siebente« Buch. D»n d Organismen d. Plasiizität re.
Säfte aus einer Zelle in die andere durch EndoSmose und ExoS-mose; an solchen Stellen sind nämlich die Lumina sich berührenderZellen nur durch die dünne, sehr hygroskopische, ursprüngliche Zell>wand von einander getrennt. Außer dem nie fehlenden Zellsaft, alsdem wichtigsten Inhalt der Zellen finden sich mehr oder minder oftin jenen die Zellenkcrne, das Chlorophyll, Amylon, die verschiedenenOele, von welchen schon an andern Stellen gehandelt worden ist,dann die Krystalle. Diese letzten' erreichen höchstens und sindentweder lang, prismatisch, nadelförmig (sogen, spießige Kr. oderRaphiden), häufig in Bündeln beisammenliegend, oder sie sindmehr gleichförmig nach mehreren Dimensionen ausgedehnt, gehörendem rhomboedrischen, prismatischen und tessularischen Systeme anund zeigen sich oft in Gruppen vereinigt. Man findet sie (mit Aus-nahme einiger AlLen) stets nur in den Zellen ; sie bestehen meist auSphosphorsauren, klresauren, schwefelsauren und kohlensauren, immerschwerlöslichen Kalksalzen. Sie sind der Pflanze nicht zufällig, son-dern wesentlich; ihre Bildung hängt von deren besonderer Beschaffen-heit ab; wo sie vorbanden sind, fehlt fast immer Amylon und Chloro-phyll. (Nach Payen wären die Krystalle in den Pflanzen nichtisolirt oder zufällig vertheilt, sondern Sets in Zellen von einemsolchen organ. Gewebe abgelagert, welches ihre Zusammenhäufungbestimmt und begrenzt. — Der S. 227 der Naturgesetz, erwähnt«Tabashexr ist ein gewöbnl. milchbläulicher, harter, spröder, an denKanten durchschein. Stoff, der sich in Knoten des Bambusrohresbildet, an Ansehen, chem. Beschaffenheit dem Hydrophan ähnelt undwie dieses im Wasser durchsichtig wird. kurr-l und dä->gi° in t>l>>l.Ir-nrscl. vol. 80 U. 8l; ibist. von i8iS. Schöllt Abb.
von Amylonkörnern gab unt- And. Turpin in dism. st- I'ln»lüui,xvu. Die Stärkmehlkörner der Orchideen haben nach NaSpail anihrem Ende ein kleines schwarzes Haar, welches sich wellenförmigbewegt). Der gleicharrige, schleimige, bildungsfähige Stoff, auswelchem die Zellen entstehen, und der, oft auf ein Minimum redu«zirt, die Zwischenrüume der schon gebildeten erfüllt, ist sehr hygros-kopisch und chemisch vermuthlich von der ursprüngl. Zellenwandnicht verschieden. Mehrere, neuerlich auch Unger, nehmen an, daßbesonders bei niedrigern Pflanzen neue Zellen gleichsam als bloßeHöhlen im Bildungsschlcim entstehen, die erst später Wände erhalten,welche aber noch mit der umgebenden Masse verschmelzen; Schleidenund Nägeli wollen diese Art von Zellnibildung nicht zugeben. Ueber«Haupt ist aber die endogene Zcllenbildung viel häufiger, als die exogene;von ersterer unterscheidet Unger wieder die inlrautrikuläre, wo näm-lich in andern entstehende Zellen die Muitcrzelle platzen machen undendlich ganz resorbircn (so besonders bei Zellen, die zum Freiwerdenbestimm« find, z. B. bei dem Pollen und den Sporen), und die