232 Siebentes Buch. Von d> Organismen d. Plastizität rc.
konsumirt, weßhalb die Pflanzen im gewöhnlichen Gang der Dingestets eine niedrigere Temperatur als die Atmosphäre besitzen, daherKillte zu erzeugen scheinen. Besonders bedeutend ist die Eigen-wärme in den grünen, kräftig vegetircnden Theilen, z. B. der Spitzeder Stengel; .in diesen grünen Theilen erbebt sie sich bisweilen biszu 0.; beim Holzigwerden der grünen Stengel scheint die Eigen»wärme verloren zu gehen oder läßt sich wenigstens nicht mehr weiterermitteln. Sie ist auch nachweisbar in Wurzeln, Früchten, Samenund Ovarien; das Maximum der Eigenwärme wird gewöbnlich amTage von 12 —s beobachtet, daS Minimum um Mitternacht; beimanchen aber findet das Maximum schon um in oder II Uhr Vor-mittags statt, bei allen Pflanzen aber immer um die nämliche Stunde.Die Pflanzen stehen rücksichtlich der Eigenwärme nur wenig unterden Insekten, Planche über denselben; die meisten Pflanzen auchweit über U-m» c»c„lcnl>; beim Flußkrebs und der rothen Nakt-schneckc konnte D keine Eigenwärme mehr ermitteln. — Die höchstempfindlichen thermoelcktrischen Apparate zu diesen Beobachtungensind von Becqucrel angegeben. — BergSma und van Beck bcstät-tigtcn später die von Dtttrocbet erhaltenen Resultate. Uebersetztfindet man Dutrochei's umfassende Arbeit in Fror. N. N. Nro. 336—44.
— Auf der gleichen G. 27K, Z. 9 v. u schalte ein: Es giebt auch
Beispiele, wo Pflanzentheile, daS Licht fiiehcnd, sich dunkelnKörpern zuwenden; B. nach Knight die Ranken der Kletter-pflanzen; nach Dmrochet das Strngelchcn des Miftrlembryo'S rc.(Fror. M. Notiz. Nr. 30). S. 277 , Z. 7 v. u. ist als Anmerk.zuzusetzen: *) Merkwürdige Versuche über das Wachsthum derPflanzen unter Gläsern ohne Luftcrneuerung sind in den letztenfahren in England angestellt worden. Daubeny beobachtete dasGedeihen von 8eäun>, l.oliblia, l'iimula, itlctieniiNü, -trmiuis, Lemxcr-VIVUM etc. in gläsernen, kugelförmigen, mit Blasen verschlossenenGcfässcn. Ward beobachtete das Keimen und Wachsen von Pflanzenin verschlossenen GlaSkistcn, vorausgesetzt, daß Licht zutritt und dieeingeschlossene Luft feucht erhalten wird. Notes sah eine großeAnzahl in ein verschlossenes Glashaus gebrachter pflanzen, dann t-zco-poälum üenliculalum und dlarcliaiilia in einem chcw. Präparatglase mit *eingeriebenem Stöpsel gut gedeihen rc. Graham bemerkt, daßLuft genug mit eingeschlossen werden müsse, um den exhal Sauer-stoff aufnehmen zu können. Lindley sah in verschlossene Gefässegepackte Pflanzen aus fremden Ländern wohlbehalten ankommen.Zcllpflanzen gedeihen so eingeschlossen besser als Gefäßpflanzen.Fror. N. Notiz. Nro. 7«. — S. 278, Z. 10 : *) Nach Edwardsund Colin befördert der Dampf ungemein Keimung und Wachs-thum. In engl. Treibhäusern hat man durch Dämpfe Nnglaub-