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IV. oder Supplementband.
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234 Siebentes Buch. Von d. Organismen d. Plastizität ,e.

übereinstimmend, so wie auch die sie umgebende Flüssigkeit Stickstoffenthält- Stickstoff sei also auch die erste ursprüngliche Nahrungfür die Pflanzen; so wie aber diese üickstoffrcichen Körpcrchen Zellenbilden (deren Hüllen aus Kohlenstoff und Wasser bestehen), so wirdeine andere Nahrung Bedürfniß, die Pflanze nimmt nur Kohlen-säure und Wasser auf. Bet weiterer Entwicklung entsteht in derPflanze eine zähe Materie, die im Verhältniß mehr Kohlenstoff undWasserstoff enthält, welcher letztere von sämmtlichen Pflanzen obneAusnahme absorbirt wird. Ueber Paycn'S Beobachtungen in Be-treff der chem. Entwickl. der Pflanzen s. die ,en<lu5 <1. »Sanc. <l-

I'äcsll. Oct. ,84>. Zu Cambium vergl. Mirbel in dlain. äe I'lnsiit.XVII, 727. tzn neuester Zeit stellten Mirbel und Patzen eine vonder gewöhnlichen ziemlich abweichende Ansicht über das Cambiumauf. Nicht die Zellen wären die primitiven, absondernden, wesent-lichen Elemente der Pflanzen; sie spielen nur eine sekundäre Rolle,etwa wie die Schale des EieS; sie schließen nur ein und schützen diewesentlich erzeugende Substanz; diese werde nicht von den Zellensecernirt, sonder» existire ursprünglich und gebe durch die ihr ein-wohnende organische Kraft den andern Bildungen ihren Ursprung.»Diese Substanz, nämlich das Cambium, sei chemisch ganz wie dieEiflüffigkeit der Thiere beschaffen, wie sie, eine Stickstoffverbindung.— S. 284, Z. 7 v. u. ist als Anmerk. beizusetzen: *) Die zwei anat.Hauptsysteme der Pflanzen sizid nach Endlicher und Unger (s. S. 244des Suppl.) das Zellgewebe- und Gefüßbündelsystem. Letz-teres leitet die rohen NahrungSsäfle, aus denen höchstens Zuckerund Gummi bereitet werde», ersteres vermittelt die Assimilation unddieBildung der zahlreichen,zusammengesetztcrn Absonderungsprodukte.Die Eigenwärme der Pflanze betrachten E. und U. zissar zunächstals Folge der in ihr vorgehenden chemischen Prozesse, fügen abermit Recht bei, baß sie, da diese wesentlich von dem Leben der Pflanzeabhängen, vielmehr als Resultat und Ausdruck der Energie derLebcnSfunktionen anzusehen sei. (Im Ganzen ist diese Wärme immergering; in einzelnen Fällen aber, z. B. an den blühenden Kolbenmancher Aroidecn wird doch eine Temperatur entwickelt, welche dieder Luft bis um 2 zoiz. übersteigt.) Die Ursache der Bewegung inden Pflanzen seyen E. und U. in die Kontraklilität der Zellmembran;das angeführte Beispiel von den Sporen vieler Zcllcnpflanzen wirdaber durch Ungcr's eigene spätere Entdeckung unpassend, indem eran diesen Sporen bekanntlich BcwegungSwimpern gefunden hat.Dem Zellgewebssyüem wird also auch Kontraklilität zugeschrieben;und das Gefäßbüildelsystem soll nicht bloß die Säfte, sondern auchReize leiten, woraus E. und U. die Erscheinungen der Irritabilitätbei manchen Pflanzen erklären; so daS Winden der Stengel, Oeffncnund Schließen der Blumen, die RichtungSändcrung -er Blätter, Be-