Notation, Cyklose.
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Manchmal ballen sich solche Körperchen zusammen unh verstopfen denSchlauch an einer Stelle; dann ent,leben sogleich zwei selbstständigeStrömungen, welche an ibre» entgegengesetzten Enden durch jenerHinderniß begrenzt sind. Unterbindet man einen Schlauch, so ent«Sehe» gleichfalls zwei Strömlingen; schneidet man ihn dann durch,so fließt der gerade nach der Schnittfläche gerichtete Strom zuerstaus, der andere vollendet vorerst seine Bahn und folgt dann den,ersten auf dem gleichen Wege. Je jünger die Zelle, desto breiter,je älter, desto schmäler ist der Strom und desto langsamer wird seineBewegung. Die SaftstrSmung dauert auch, so lange das Leben derPflanze währt, in luftleerem Wasser fort. Kalkwaffer hebt die Be-wegung in einigen Minuten ganz auf; andere chemische Reagentienwirken auf sie nur, insofcrne sie überhaupt Einfluß auf dir Vege-tation äußern; Elektrizität hemmt die Bewegung um so eher, jestärker der clektr. Strom ist, nach dessen Aufhören sie wieder eintritt.Verletzung mehrerer Zellen verzögert für einige Zeit die Bewegungin allen andern; Druck und Quetschung verzögern sie oder heben siebet größerer Stärke ganz auf.— Cy klose nennt man die Bewegung desMilchsaftes in den Lebens- oder Milchsaftgefäßen. Dieselben sindbis jetzt zwar wegen ihrer Feinheit und des meist ungefärbte» Saftesnur in ziemlich wenigen Pflanzen beobachtet worden, man vermuthetaber mit Grund, daß fle allen Gefäßpflanzen zukommen dürften.Die Erscheinung besteht nun darin, daß jener Saft.in einigen peri-pherischcn Hauptgefüßstämmen von der Wurzel aufwärts steigt, end-lich in deren unzählbaren Verzweigungen durch die Blätter, ausdiesen Verzweigungen wieder in mehr central im Stamme liegendeHauptäste und größere Besässe strömt, um wieder zur Wurzel zugelangen, woselbst er, nachdem er ebenfalls durch zahlreiche Veräste-lungen gegangen, wieder aufwärts steigt. Man ließ diese Art derGäftebewegung bald durch Contraktilität der Milchsaftgefäße, balddurch die Wärme entstehen; sie beruht wahrscheinlich auf demvolarisch entgegengesetzte» Zug des ober», solare» und des unternirdischen Systemes der Pflanze; bald überwiegt der eine, bald der andereZug; unterstützende Momente sind dann eben die stattfindende Ver-dunstung , in der Wurzel die Ablagerungen, welch« sich aus demMilchsäfte bilden; in beiden Fällen muß dessen Volumen vermindertund die ruckwärtSliegcnde Gäule der Flüssigkeit zum Nachströmenveranlaßt werde». Die Cyklose hat, wie man sieht, Aehnlichkeitmit der Blutbewegung in den Thieren; nur fehlen in den Pflanzenstets alle pulsatorischen Organe. Die Hauptarbeit über sie ist:Gchultz, die Cyklose des Lebenssaftes in d. Pflanzen. Mit 33 Taf.BreSl. u. Bonn I8il> (Bildet zngl. das Suppl. r des Bd. xvill derNov. zc. I.. 0. G. l-vl enth. das Allgemeine.) - Zu G. 328 üb.Erzeugung der Pflanzen, Bastarde -e. ist noch von Lit. beizufügen: