Band 
IV. oder Supplementband.
Seite
282
JPEG-Download
 

2Ü2 Siebentes Buch. Von d. Organismen d. Plastizität er.

von den Azoren (msr <lc Lsrgsno nennen die Portugiesen, xraüe«'»üe )'°rv» die Spanier, mor 6e vsrec die Franzosen die Gegend) be-findet sich seit Jahrhunderten an derselben Stelle und flößte schonColumbuS und seiner Equipage Besorgnisse ein. Nob. Ave>Lalle-mand erklärt die unbegreifliche Menge des Tangs daselbst dadurch,daß diese Gegend gleichsam der Mittelpunkt des atlantischen Wir-bels sei, wo das Meer, rings um denselben in beständiger kreisför-miger Bewegung, still stehe; wie bei jedem Wirbel, so würde» auchhier die erfaßten und losgerissenen Gegenstände gegen die Mitte ge-trieben und häuften sich dort an. Fror. N. N. 215 . — S- sss,Z. 10 v. u. schalte ein: Beispiele, daß sehr weit von einander cnt'fernte Gegenden eine sehr ähnliche Vegetation haben, kommen nichtselten vor. Nach Decaisne bat die Flora der Insel Timor einegroße Aehnlichkeit mit der Flor des südlichen Afrika'S und seinerInseln. DaS südliche Asien und Afrika haben gemeinschaftlich Ors„-geria borbonica, k^rneli» buxilollz, mehrere Ilugonia, eine 8»Iacl» und-u-oüeis. — S. 360. Am Schluß des VI. HauptstückcS ist noch dersogen. Sympathien und Antipathien der Pflanzen unter ein-ander und mit dem Naturganzen zu gedenken. Bekanntlich siehtman gewisse PflanzenspczieS immer oder meist in der Nähe bestimm-ter anderer wohl gedeihen, während manche Gattungen bestimmtenandern beständig verderblich werden. Wolfsmilch und Scabioscnschaden dem Flachse, louls klolenium der Mohre, Disteln dem Ha-ber, Lolch und Lrißoion acri, dem Weizen, l.)lbrum Slllicari» befindetsich hingegen wohl in der Nähe der Weiden, manche convolvul! dersüdl. Halbkugel halten sich nur an große Bäume. Durch Macairt'SVersuche (kibl. univ. 1832, Mai) sind als Grund dieser Beziehungendie Wurzelausscheidungen erkannt worden. Die Pflanzensecerniren nämlich fortwährend, besonders häufig bei Nacht, be-stimmte Stoffe, welche von andern Pflanzengattungen aufgesaugtwerden; geschieht dieses nicht, so daß der Boden zu sehr mit jenenStoffen geschwängert wird, so verderben die secernirendcn Gewächse.Hülsengewächsc z. B- scheide» Gummi, Kohlensäure, Kalk undPflanzenfett aus, welche Stoffe von Getreidearte» mit Nutzen auf-gesaugt werden, so daß Cerealien und Leguminosen neben einanderwohl gedeihen rc. Daß manche sogenannte Unkräuter sich stets un-ter dem Getraide finden, beruht wohl auf ihnen zusagenden Aus«scheidungen der Getrcidcwurzeln. Sogenannte Sympathien mit demNaturganzen sind nur wenige bekannt, problematisch und nicht wis-senschaftlich untersucht. Das Haidckraut z. B. soll, wenn ein milderWinter bevorsteht- nur sparsam blühen, während dann andere Pflan-zen desto besser gedeihen; dieses finde ich in Meyer's Naturanalo-gicn, Hamb. u. Gotha, t83S, S. täg angegeben.

S. 3Kv. Der Lit. des vil HM. ist beizufügen: Böhmer,