Band 
IV. oder Supplementband.
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311
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Thierisch« Elementartheil«. 314

OSmazom und Eiweiß. BerzeliuS und TreviranuS vermuthen, baßFaserstoff, Blutroth und Eiweiß, die drei Hauptbestandthcile desBlutes, nur Modifikationen desselben thierischen Stoffes sind. Dasmeiste Fett im Blute ist an jene drei Bestandtheile gebunden, nursehr wenig ist manchmal frei. Zm Blute fehlen Gallenstoff, Käse-stoff, Schleim und andere durch Absonderung gebildete organischeMaterien, ferner der Leim. — Elektrische Ströme im Blute lassensich mittelst des Galvanometers nicht entdecken. — Do^nns nimmtim Blute an - t) Rothe oder Blutkügelchen im engern Sinne,

2) die weißen, erst in der neuesten Zeit gehörig studirten Kügelchen.

3) ChyluSkügelchen. D. behauptet, daß nur die elliptischen Blutkör.perchen (der Vogel, Amphibien, Fische) im Innern eine feste Substanzdarböten; in der runden lasse sich ein Kern in der Mitte nicht nach.weisen. Die Blutkügelchen der Säugethiere lösen sich ohne Rück.stand in Essigsäure auf, die der Vögel, Amphibien, Fische bis aufdie Kern«. All« sind in Ammonium auflöslich, in Salpetersäureunauflöslich. Die weißen Kügelchen sind farblos, spärisch, wie ge.körnt, kommen im Blute aller Theil« vor, werden durch Ammoniumaufgelöst, durch Essigsäure zusammengezogen. Sie scheinen Bläschenmit 3—4 festen Kernen zu sein. Die Globulinekörperchen sind kleine,nicht über >/g«, Millim. messende Äörperchen, in jeder BeziehungKügelchen des Chylur ähnlich. Die Blutkügelchen sind unter einan»der ungleich, widerstehen nicht auf einerlei Weise den Reagentien,befinden sich auf verschiedenen Entwicklungsstufen. Die Globuline.kügelchen kommen vom ChyluS, vereinigen sich zu drei und dreioder vier und vier, umhüllen sich, im Blute rirkulirend, mit Eiweiß,werden so zu weißen Kügelchen; diese platten sich allmälig ab,fär.den sich, die innere gekörnte Substanz wird homogen, löst sich auf;so entstehen die rothen Blutkügelchen. Diese lösen sich nach einergewissen Zeit im -Blute auf und bilden deffen eigenthümlich« Flüs«sigkcit. Gewisse Substanzen können sich durch direkte Vermischungmit dem Blute unmittelbar in.Blutkllgelchcn verwandeln, so beson.ders die Milch; man kann davon ein gewisses Quantum ohne Scha«den in das Venenblut der Thiere einspritzen; die Milchkügekchenverwandeln sich direkt in Blutkörperchen nach denselben mechanischenUmbildungen, welche die ChyluSkügelchen durchmachen. — Beson.derS die Milz scheint dir Glodulinekügelchen in Blutkügelchen zuverwandeln, in ihr findet man die meisten weißen Kügelchen aufallen Stufen der Entwicklung. Nur der flüssige Theil des Blutes—wahrscheinlich die wesentlich organische Flüssigkeit — schwitzt durchdie Gefäßwandungen; Thiere, mit andern Stoffen als Milch er.nährt, entwickeln sich weniger gut; unpassende Nahrung kann soegar fehlerhafte Gestalt und Beschaffenheit der Blutkügelchen be.wirken. 6omx>. re»(I. <1. -,-LNc. ä- l'Lcaä. 7 ML« 1842- — Die größten