ZellgewebSfasern, Muskelfasern. 3-43
Zellgewebe) sehr elastisch sind. Das Zellgewebe wird durch Kochenin Leim aufgelöst, wodurch cS sich gänzlich von den Muskeln un-terscheidet; seine essigsaure Auflösung wird durch totheS Cyaneisen,kalium nicht getrübt (wohl aber die des Muskelgewebes). — Jenerdem Zellgewebe so ähnliche kontraktile Gewebe zeigt sich besonder»charakteristisch in der wegen ihrer lebhaften Kontraktilität (beson-ders in der Kälte) Fleischhaut genannten tunic» st»rl05 des Hoden-sackes. Unter der Haut liegt nämlich «in röthliches, aus Faserbün-deln bestehendes Gewebe; die Primitivfasern sind gleich dick, «ylin-drisch geschlängelt, haben nach Jordan o, 0007 L. Engt. im Durch-messer, wie die ZellgcwebSfaser»; sie sind denselben sehr ähnlich,aber durchkreuzen sich nicht- Das wahre Zellgewebe zeigt Kon-rraktiiität an der Vorhaut; vermuthlich bewirkt eS auch die Er-scheinung der Gänsehaut und die Erektion der Brustwarze. I. Mül-ler -will daher da» kontraktile Zellgewebe mit dem gewöhnlichen fürziemlich identisch ansehen. — Die gelben Fasern der elastischenFascrbaut der Arterien gehören in eine Klaffe mit den übrigenelastischen gelben Bändern und Faserhäuien (ligsmoaium auckse,gelbe Bänder des Kehlkopfs, elastische Bänder an den Krallcnglie-dern der Katze«, Schloßband der Muscheln). Die Elastizität dermittlern Arterienhaut bleibt Jahre lang in Weingeist, sie ist daherPhysikalisch, nicht vital kontraktil; Tiedemann und Parrynehmen aber außerdem noch einen vitalen Tonus der Arterien an.Zusammcnziehung in der Kälte, z- B- in kaltem Waffer, zeigen bc«sonders die sehr kleinen Arterien. Schwann hat nach I. Müllerauch an den Kapillargefässen noch zarle Querfasern gesehen, wo-durch bewiesen wäre, daß auch sie Wände besitzen- Die Muskel-faser giebt beim Kochen keinen Leim, und deren essigsaure Auf-lösung wird von rothem Cyaneisenkalium gefällt (wie alle aus Ei-weiß bestehenden Gebilde)- Die Muskeln bestehen zuletzt aus perk-schnurartigen oder walzenförmig parallelen unverästelten Fasern,welche in immer größere Bündel vereinigt sind, die Primitivbündelwerden durch zähe Flüssigkeit zusammengehalten. Nach Krause ent-halten die Priinitivbündcl 500-800 Faser», und sind '/re«—>/zz Liir.dick, nach Schwann ü, 021 s bis 0, 0250"/Engl.; die Primitivbündelwerden von Zcllgewebscheiden umgeben und setzen größere Bündelzusammen. E,n Theil der Muskeln hat knotige, rosenkranzförmige,ein anderer einfache cylindrische Primitivfasern. Zu erster»,deren Primitivbündel zugleich parallele Querstreifen zeigen,gehören alle willkürlichen Muskeln (die der Harnblase ausge-nominell) und daS Herz sowohl in Kopf. als Brustkhieren. Meistenssind diese Muskeln roth, alle haben energische und schnelle Bewegun-gen. Diese knotigen Muskelfasern haben in sehr verschiedenenThiere» nahe gleiche Dicke, nach Wagner und Krause
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