Band 
IV. oder Supplementband.
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370
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370 Achtes Buch Von d. Organismen d. Sensibilität ic.

Wassererneuerung an den Kiemen der zehnfüßigen Krebse zum Be»Huf des AthmenS macht sich nach Milne Edwards durch einen eige«nen Apparat, der eine Reihe von Klappen darstellt, die wie Vrnti»latoren wirken, so daß auf der einen Seite das Wasser in die Kit«mcnhöhle gezogen, auf der andern aus derselben getrieben wird.Die Kiemenhöhlc hat zwei Ocffnungen nach außen; durch eine amGrunde der Vordcrfüße, am Dorderkopfe oder Bauchanfang bestndlichcOcffuung dringt das Wasser in die Kiemenhohlc, durch einen zujeder Seite des Mundes liegenden Kanal tritt es wieder aus. Dieventilatorischen Organe sind aber keine andern, als die sogenanntenKiefcranhänge des zweiten PaareS. Jedes Hintcrkiefcr trägt beiden Dccapoden eine große, ovale, drehbare Platte, die den ausfüh-renden Kanal der Kiemenhöhlc abwechselnd schließt und öffnet, was,so lange das Thier lebt, fortwährend mit außerordentlicher Gc-schwindigkeit geschieht. Die fächerförmigen Anhängsel an den Sie-serfüßcn, durch welche Cuvier die Erneuerung deS Wassers erklärte,dienen nach M. E. nur zur Bewegung des Wassers in der Kiemen-höhle und etwa zum AuSeinanderhalten der Äicmcnbläkter. — Z.Müller hat die Kiemen der großen Peruanischen Landkrabb« unter-sucht und eine, Milne Edwards entgangen«, eigenthümlich« Bil-dung bei ihnen gefunden. Zwischen den Blättern finden sich näm-lich harte Fortsätze, welche das Zusammenkleben verhindern; nurder Mangel dieser scheint den Fischen in der Luft tödtlich zu werden,während ihr Vorhandensein den Landaufenthalt jener Krabben mög-lich macht. — Der grönländische Walfisch athmet nach ScoreSbyä —s Mal, »ach Hollböll nur t Mal in der Minute; er kann nachEr. tL — 20 Min., nach Hollböll sogar 27/2 Minuten das Athmenaussetzen. Die Delphine athmen ziemlich schnell (ein von Eschrichtbeobachteter 4—6 Mal in der Minute); sie können den Athem i 5Minuten lang halten; eben so lang wahrscheinlich auch die See-hunde; mehrere Wasservögel des Meeres nach Fader und Hollböll6 — 8 Minuten, dpcciLliiüs sogar 9 Minuten. (Die meisten

Delphine leiden nach Eschricht an Eingeweidewürmern in den Luft-röhrenverzwcigungen und Lungen, welche ihr Tauchvcrmögen undFähigkeit, den Athem zu halten, bedeutend schwächen.) Die Fä-higkeit der Walthiere, den Athem länger zu halten, leitet Eschrichtab von ihren großen Lungen, von eigenen große» , muskulösen Er-weiterungen UntcrlcibSveneii, welche das Blut bald zurückhalten,bald (beim Arhcmholcn) schnell und kräftig nach den Lungen trei-ben könne».

S. S90. B l ut bewegn ng. dllli^lial I II all a criliral onä»nsiUsI on tbo liiculLtivu vl tl>e lilooil. I.oi»I. 188 l. I. MÜlltk

in'sgurdach'S Physiol. lV. Poiseuille, Untersuch, üb d. wesentlUrsache d. Beweg. d. Bluts in d. Venen. Uebers. in Müll. Arch.