87t! Achtes Buch. Von d. Organismen d. Sensibilität ,c.
fortdauernde Ausscheidung statt. Ein AuSscheidungSprozrß istschon mit dem Vcrdauungsprozcß verbunden, nämlich jenerder gröber», nicht assimilirbaren Bestandtheile des Ehymus,—aber hier ist von jenen Ausscheidungen die Ncdc, welche durchbestimmte Organe auö dem Blute bewirkt und deren Produkteaus dem Körper entfernt werden. Die Haut und die Lunge»scheiden dunstförmige und wässerige Substanzen ab, Hauchund Schweiß, die Nieren tropfbarflüssige, den Harn. —*)Bci der Absonderung siebt man deutlich, daß uiechau ischc Er-klärungen, wie sie die meinen Physiologen noch immer geben, nichtausreichen. Die Drüsenkanälchen z. B. nehmen auf.ihrer äußernFläche mittelst ExoSmosc Stoffe auS dem Blute der sie umspinnen-den Kapillargefässe auf, und' auf ihrer innern kommt das Sekretzum Vorschein, ein neues Produkt, eine Metamorphose, Kombina-tion der Blucüoffe. Da. die SekretionSprodukte so ungemein per-schieden sind, bei häufig gleichem oder ähnlichem Bau der sczernirendenOrgane, oderglcichcSckrcrionsprodukte, z, B. Sa»ien,Spcichek rc. von(in verschied. Thieren) höchst verschieden gcbild. Sckretionsorg. ab-gesondert werden, so, müssen nothwendig alle Elemente der Absoii-derungSorgane, d. h. nicht nur die Zellen, sondern auch die sieconsiiluircnden Moleküle ihr eigens geartetes Leben haben, so imThier- wie im Pflanzenreiche. Darin beruht es z. B., daß dieZellen der Äapselwand mancher k»i>»'er Opium, jene der Ovulamildes Ocl bereiten, so wie, daß das Blut in verschiedenen Theilestfleh so verschieden schnell bewegt. Ich glaube, hier kommen wirdaher unausbleiblich wieder auf etwas nicht sinnlich wahrnehmbaresauf eine qusliia- occulia, v,l-> i>ro,>r>->. Auf bloße Durchschwitzungkommt es Hiebei nicht an, sondern auf Thätigkeit; wie groß istdie Menge des Speichels, der Thränen auf augenblickliche Neizung!— Die Sekretion ist, wie gesagt, eine wahre Metamorphose, den»nur wenige Stoffe der Sekret« finden sich im Blute, z. B. ÖSma-zom, Gallenfett, Käseßoff, Talg, Ocl, Oclsäure, Salze ; nicht aber.Harnstoff, Schleim, Gallenstoff, Pikromcl, Samen, Gifte rc,Das Sekretum ist von dem SccerncnS (welches gewöhnlich aus Ei-weiß besteht) chemisch verschieden; die scccrnirenden Wände ziehen, in-dem sie sich ernähren, AchnlicheS an, — andererseits scheiden sieVerschiedenes aus, haben also eine dopvelie Thätigkeit. Die Körn-chen in einigen AbsonderungSflüssigkeilen, z. B. Eiter, Milch, Sa-men, des schwarzen Pigments sind keine veränderten Blutkörper-chen, sondern eigene, aus den zuerst flüsstgcn Elementen hervorge-hende Bildungen. Die Nerven wirken auf die Absonderung ein;t- B. nach Dnrchschneidung des N<-,vu- vaxüs hört die.Absonderung