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Geschichte der Geognosie : und Schilderung der vulkanischen Erscheinungen : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
Entstehung
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Anfang geognostischer Betrachtungen.

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der Entstehung der Welt bezeichnen den Anfang unsererWissenschaft.

Eine der ältesten, die zugleich bis in die'neuesteZeit einen grofsen Einflufs auf die Darstellung geogno-filischcr Thatsachen ausgeübt hat, ist die mosaische Schö-pfungsgeschichte. Sie schildert uns die Entstehung der Erdeals das unmittelbare und persönliche Werk der Gottheitselbst-. Im Anfänge heifst es darin schuf Gott Him-mel und Erde, die Erde aber war wüste und leer, dieFinsteruifs war über dem Abgrund, und der Geist Gottesschwebte über dem Wasser. Die Wasser theillen sichUnd liefsen die Erde trocken hervortrelen, u. s. w.

Diese 'Vorstellung ist eine der reinsten und einfach-sten; sie konstrastirt merkwürdig gegen die der Griechenund anderer Völker des Allcrlhums, die in ihren Kos-luogeuicu die Naturkräfte durch eine so reiche Fülle my-thologischer Wesen personificiren *).

Als später die Verslandeskräflc sich mehr entwik-keltcn, und damit auch die Fähigkeit sich ausbildele, dieNatur-Erscheinungen schärfer aufzufassen und zu beur-Iheilen, trat die Mythe mit ihren Beziehungen zur Reli-gion mehr in den Hintergrund, und an deren Stelle wurdedie Entstehung der Welt und namentlich der Erde einGegenstand philosophischer Forschungen. W r as für Er-scheinungen es waren, die nach und nach einen so gün-stigen Einflufs auf den Entwicklungsgang der kosmoge-nischen Vorstellungen ausübten, mag aus dem Folgendenerhellen.

Ein einfacher Blick auf die Oberfläche des festenTlieils unserer Erde lehrt, dafs auf ihr ein sehr unregel-mälsiger Wechsel von Erhöhungen und Vertiefungen Statt

*) Ausführlicher behandelt findet man diesen interessanten Ge- ,genstand in: Creutzers Symbolik und Mythologie der allen Völ-ker, besonders der Griechen, und in Links: die Urwelt und dasAlterthum, erläutert durch die Naturkunde, Ihl. I. S. 281.