sein Leben und Wirken.
XXXIII
nicht verhehlen können; ihre Hoffnungen, dafs cs demstarken Geiste doch noch gelingen würde, den Körperaufrecht zu. erhalten, verminderten sich mit jedem Tage,und mit dem Neujahre 1836 mufsten sie endlich den Glau-ben an seine Erhaltung gänzlich aufgeben. Er fand eineweit verbreitete Theilnahme bis in die höchsten Regio-nen des öffentlichen Lebens. Sein Geist blieb heiterund frei, auch als seine Stimme beinahe unvernehmbargeworden war. Gänzlich abgezehrt entschlief er endlichsanft am Abende des 6ten Februar 1836, in den Ar-men seines jüngeren, sehr geliebten Bruders, der ihn seitden letzten drei Wochen nicht mehr verlassen hatte.Die Oeffnung seines Leichnams ergab nun, wie stark dieNatur gewesen seyn müsse, die so spät einer gänzlichenZerstörung der edelsten inneren Organe erlegen hatte.Eine zahlreiche Begleitung geachteter Männer und trau-render Zuhörer begleitete am Morgen des lOten Februarseinen Leichnam auf den schönen neuen Dreifaltigkeits-Kirchhof, wo ein eisernes Kreuz sein Grab bezeichnet.
Friedrich Hoffmann’s Persönlichkeit war einebedeutende. Seine sprechenden Gesichtszüge sind in ei-ner sehr gelungenen Büste von der Meisterhand Lud-wig Wichmann’s aufbewahrt. Sein Geist umfafstemit Leichtigkeit und Sicherheit die verschiedenartigstenGegenstände; nicht blofs Natur - Erscheinungen, sondernauch sittliche und gewerbliche Verhältnisse gewannenseine Aufmerksamkeit, und fanden in ihm einen theilneli-menden Beobachter und unbefangenen Beurtheiler. Sei-nem Gemüthe war der Genufs der freien Natur und derheiteren Geselligkeit das nächste Bedürfnifs. Diese Rich-tun g des Geistes und Gemüthes legt insbesondere treffend^ ar eine Reihe von Briefen, die er aus Italien in die Hei-üla th sandte, nnd welche deshalb, auch wo sie nur Be-kanntes berühren, dennoch anziehend bleiben. Das Ver-zeichnis seiner Schriften ist dieser kurzen Geschichte sei-nes Lebens beigefügt. Sein Tod erfolgte für die Wis-