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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Einleitung.

werden können, nicht allein weil sie dazu zu umfassendund inhaltsreich sind, sondern auch, weil sie, wegenihrer heterogenen Natur, schwerlich auf einen gleichenund ihrer Wichtigkeit angemessenen Grad von Empfäng-lichkeit bei einem und demselben Kreise von Zuhörernzählen dürfen. Wir werden demnach in dem Folgen-den den eigentlich physikalischen und naturhistorischenGesichtspunkt festzuhalten suchen, und von dem mathe-matischen Theil, der überdiefs noch in neuerer Zeit ineignen Werken mit grofser Gründlichkeit behandelt wor-den ist, nur so viel aufnehmen, als selbst bei diesemGesichtspunkt nicht übergangen werden darf. Wir rech-nen hieher die Untersuchungen über die Gestalt, die Grö-fse und die Dichtigkeit der Erde, Untersuchungen, die, dasie unsern Planeten als Ganzes betreffen, vorausgeschicktwerden müssen, ehe wir die Beschaffenheit seiner ein-zelnen Theile näher in Erwägung ziehen können.

I. Von der Gestalt und Gröfse desEr dkörp ers.

Die Fragen über die Gestalt und Gröfse des Erd-kürpers gehören zu den wichtigsten, welche die Astro-nomen und Geometer aller Zeiten beschäftigt haben, undwenn sie gleich, wie D ela mb re äufsert, zu denen gehö-ren, welche nie ganz erschöpft werden möchten, so kön-nen wir doch in der Geschichte der Wissenschaften einesehr wesentliche Vervollkommnung der Vorstellungen überdiesen Gegenstand nachweisen.

Eine der ältesten und einfachsten Vorstellungswei-s en von der Gestalt der Erde, eine, welche der blofsenAnschauung am genügendsten zu entsprechen schien, warM 'ohl unstreitig die von Anaxagoras und Epikur vor-getrag enCj ,j a [ s öie Erde eine platte kreisförmige Scheibese J> über welche das Himmelsgewölbe sich ausspannewie ein Uhrglas über ein Zifferblatt. Dieselbe Vorstel-lun § ist es i m Grunde, welche, nach Vofs Auseinander-